Arnaud Ciapolino – Serenità (2015)

Ich muss gestehen, als ich den Namen des Interpreten das erste Mal las, hatte ich noch nie von ihm gehört.
Umso verblüffter war ich, als ich sein neues Album in den Händen hielt und es mir anhörte.
Arnaud Ciapolino, ein französischer Flötist aus der Bretagne, hat bereits mit Musikern wie Alan Stivell und Gilles Servat zusammengearbeitet.
Serenità ist nun sein erstes Soloprojekt.

In seinem Album verbindetArnaud Ciapolino auf aufregende Weise klassische Elemente aus Folk und Jazz und erschafft eine erfrischende Hybridform aus den beiden Stilrichtungen, die „Serenità“ definitv zu etwas besonderem machen.
In dieser Konstellation hat es ihm sicher nicht geschadet, sich mit erfahrenen Folkmusikern wie Alasdair White (Battlefield Band), Kris Drever (Lau), Angus Mackenzie und Ross Martin (Da´imh) zusammenzutun, die seinen Kompositionen zusätzlich Leben einhauchen.
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Was schon beim ersten Hören in’s Ohr fällt, ist Arnauds Fähigkeit, Stücke zu schreiben, die man tatsächlich für traditionelle Folkstücke halten könnte. „Come si spegne la luce?“ ist hierfür ein hervorragendes Beispiel – ein federleichtes Zusammenspiel von Whistles, Gitarre, Sackpfeife und Perkussion, in der die musikalische Bandbreite Ciapolinos genauso deutlich wird, wie sein eigenes Flötenspiel. Klar, messerscharf und mit scheinbar stets voller Lunge hört sich Komplexität beinahe kinderleicht an.

„Serenità“ ist ein Album für Entdecker. Unmöglich in eine Form zu pressen, lädt es ein auf eine Reise in zwei Welten, die immer mehr zu einer verschmelzen.

Auch live weiß der Franzose durchaus zu überzeugen.

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Manuel Depryck
Manuel Depryck

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