Menü

Bastard Bearded Irishmen – Drinkin´to the Dead (2018)

Bastard Bearded Irishmen haben ein neues Album gemacht. Es trägt den Titel “Drinkin´to the dead”, hat 15 Titel und dauert 1:05.25. Soweit die reinen Fakten! Jetzt geht es um das Subjektive und davon habe ich reichlich. Denn ich bin Fan! Dieses Album ist eine Granate. Voller Abwechselung bedient es jeden Bereich des Celtic-punk!Aber ey, wir fangen vorne an: “Salutations, Memoirs, Denouements” ist ein klassischer Punksong mit Folkeinschlag. Schnell, voller Druck und inhaltlich geht es um die zu früh Gegangenen.

Dann gibt es ein bißchen Phantasialand als Intro und “No Problems, No Drama” geht über in einen zügigen Offbeat, der wunderbar an “Salutations, Memoirs, Denouements” anschließt. Hier zeigen die irischen Bastarde ein großes musikalisches Potenzial, was wunderbar anschließt, abebbt und sich dann wieder steigert, um in ein Tal der Stille zu stürzen. Aber keine Sorge, sowohl “Let´s have a Party”, als auch ich wollen nicht kopflastig werden und während mein Hirn aufgehalten wird, kommt “Dirty Old Town”. Kenn ich nicht! Was Das? Genau! und deshalb singt Jimmy  (so hoffe ich jedenfalls) die ersten Strophen in einer unglaublich naiven Art. Und während ihr euch fragt, ob das genial ist oder ihr euch ärgern sollt, steigern sich die Jungs immer weiter, um schließlich den Song in eine harte Punknummer zu transformieren, um das Ganze anschließend kurz mit einem Dreivierteltakt abzurunden. Hier fragt man sich, wie der Spass weiter gehen könnte.

Sie beantworten das eher Traditionell. Denn sie spielen klassische Instrumentals, um dann mit “Ya ya ya” ein bisschen Gipsy mit einfließen zu lassen. – aber immer dreckig und mit Druck. Dann gibt es eine Pause, einen Bruch. Denn wir werden mit “Moscato” in die Hinterwälder der USA verschlagen. Ein Banjo, eine Mandoline und eine Gitarre – mehr braucht es nicht, um billigen Alkoholkonsum zu beschwören. Sie schaffen damit eine Atmosphäre, in der sich jeder Moonshiner wohl gefühlt hätte. Allerdings gibt es dann auch den Moment der Vielstimmigkeit, die an ein Barbershop Quintett erinnert. Und das ist eben die Stärke der Bärtigen.

Sie spielen einfache Melodien und explodieren urplötzlich in pompösen, hymnenartigen Parts (“Another Bottle of Booze”). Oder beginnen, als ob sie in Hawaii am Strand die Ukulele schwingen, um dann mit viel Hall und melodischen Pathos plötzlich in ein Punkmassaker überzugehen, sodass jedem unbedarftem, überraschtem Zuhörer das Bier vom poggenden Volk aus der Hand gehauen wird. Manchmal schieben sie auch noch schell einen Walzer hinterher. Großartig! Eine Band, die ich auf jeden Fall in Arnsberg sehen möchte. Macht es möglich, Jungs!

Macht euch ein eigenes Bild und schaut mal auf der Bastard Bearded Irishmen Homepage vorbei.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.