Blackbeard´s Tea Party – Whip Jamboree (2013)

Blackbeard's Tea Party Whip JamboreeBlackbeard´s Tea Party ist eine Partyband aus York. Party ist hier wörtlich zu verstehen, denn man kann sie zu privaten Veranstaltungen buchen. Denn BTP sind eine Ceilidh -Band – nicht ausschließlich, aber eben auch nicht ohne. Ceilidhs sind irische oder schottische Tanzveranstaltungen. Im traditionellen Sinn wurden dort neben Tänzen und Liedern auch schon mal gerne Gedichte vorgetragen oder auch Rätsel gestellt. Heute ist vor allem der Tanz übrig geblieben und diesem widmen sich BTP besonders.

Was auf „Whip Jamboree“ vor allem durch viele Instrumentals unterstrichen wird. Die einzelnen Musiker beherrschen ihre Instrumente und haben Spass daran, live zu musizieren. So gibt es auch einige Videos, die sie als Strassenmusiker präsentieren. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen anderen guten Livebands und Blackbeard´s Tea Party: hier wird das Publikum aktiv in das Geschehen eingebunden und zum Tanzen aufgefordert. Und ist es auch kein Wunder, wenn man im Netz auf andere Stimmen stößt, die eben genau dies heraus stellen.

Aber zurück zu „Whip Jamboree“, ihrem zweiten Studioalbum, welches, im Unterschied zu ihrem ersten, in einem richtigen Studio aufgenommen worden ist. Unterstützt wurden sie diesmal professionell durch eine Plattenfirma. Heraus kamen zwölf neue Songs, die das Livepotential der Band erahnen lassen und ihre abwechslungsreiche Instrumentierung der Songs zeigen.

Dass alle Bandmitglieder wissen, wie sie mit ihren Instrumenten umzugehen haben, zeigt sich in der Abwechslung, die sich in den einzelnen Songs wieder finden lässt. Dabei stehen die Schlaginstrumente nicht unbedingt im Vordergrund, aber dennoch im Fokus, was den Folksound der Band trotz elektronischer Instrumente erhält und auch das Besondere an Blackbeard´s Tea Party ausmacht. Dennoch dürften sich hier die Geister scheiden: in Liedern wie „Whistable Cottage/Superfly“ zeigt sich die Verspieltheit der Band. Startet es mit Gesang, entwickelt es sich zu einem Instrumental. Dabei gibt es Rhythmus- und Tempowechsel und man kann sich förmlich vorstellen, wie die sechs Musiker auf der Bühne stehen und miteinander jammen. Das ganze hat Power und geht gut nach vorn. Allerdings sind die Lieder teilweise lang und man wünscht sich einen Punkt. Also wer Spass an Verspieltheit hat, dem sei „Whip Jamboree“ eindeutig empfohlen. Wer es gradliniger mag, der sollte sich weiter umschauen.

Trackliste

  1. The Valiant Turpin
  2. Devil in the Kitchen
  3. Ford O‘ Kabul River
  4. Bulgine
  5. The New Jigs
  6. Lankin
  7. Polka Against the Clock
  8. Rackabella
  9. The Four Hour Shovel
  10. Landlady
  11. Whitstable Cottage/Superfly
  12. Whip Jamboree

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