Brick Top Blaggers ~ Coaster (2011)

Folk-Punk-Nachwuchs aus Südkalifornien. Das Septett präsentiert uns auf dem Debut-Album Coaster Folk à la Mr. Irish Bastard. Punk der etwas weniger aggressiven Sorte. Dudelsack, Geige, Flöte, Quetsche spielen eine relativ große Rolle, dazu Polka- und Rock-Grooves. Das ist alles souverän, solide und linear arrangiert und eingespielt. Wenige Spielereien, wenig Außergewöhnliches. Wenig herausragendes aber auch kein einziger Ausfall.

Das Album geht munter los mit netter Quetschen-Melodie in No Prodigal Son. Per Polka geht es recht gut voran, ohne jetzt das Gas-Pedal gleich durchzutreten. Sänger Steve Almond bringt etwas Dynamik herein, hebt die Stimme an, beinahe schreit er und das verleiht nicht nur diesem Song eine gewisse Würze.

Government Issue ist etwas dreckiger. Gefällt mir. Außerdem ist der Song etwas komplizierter arrangiert, gefällt etwa mit Crescendo und kurzen Stakkatos. Einer der besten Songs auf der Platte.

How Many Times besitzt ein nettes Quetschen-Intro, springt dann aber recht schnell auf die einheitliche leider schon viel zu häufig gehörte Polka-Schiene auf. The Bold Harpooner machts besser, streut ein paar Breaks ein und hat ein tollen Refrain. Walk The Plank ist nochmal ein sehr netter und würdiger Abschluss der Platte. Dynamisch, hohes Tempo, abwechslungsreiches Arrangements, im Hintergrund sogar mal ein kleiner Schrei und dann steigert sich das Ganze sehr langsam und unterschwellig, deutet schonmal ein Kartoffelsack-Ende an um dann nochmal loszulegen und hört mit einem Stakkato auf.

Das Album hat alles, was ein solides Folk-Rock Album braucht. Schöne Instrumente, nette Melodien, das richtige Tempo, Balladen und Traditionals. Sehr ordentlich, für ein Debut-Album.

Trackliste

  1. No Prodigal Son
  2. Government Issue
  3. Finnegan’s Wake / Whiskey March
  4. Oregon Song
  5. Goldstone Ground
  6. How Many Times
  7. Lady Liberty / Limerick Rake
  8. The Bold Harpooner
  9. Charlie Camden
  10. Walk The Plank

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