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Bruce Guthro – Celtic Christmas Tour 2019

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von Eva Gerner

Keltische Klänge, Weihnachtslieder und Familienbande – Was für eine merkwürdige Mischung für ein Konzert! Kann das überhaupt funktionieren?

Oh ja, es kann! Kann es aber auch noch ein zweites/drittes Mal funktionieren? Die „Celtic X-mas Tour“ ist immerhin nicht die erste ihrer Art. Schon 2014 tourte Bruce Guthro mit diesem ungewöhnlichen Konzept durch Deutschland und seitdem noch mehrere Male durch Dänemark.

Für Vollprofi und Vollblut-Musiker Bruce Guthro kein Problem. Tatsächlich konnte man fast den Eindruck gewinnen, der Weihnachtsmann persönlich hätte die Bühne betreten. Die Haare ergraut und der Bart tat sein Übriges. Vielleicht war es aber auch nur der Geist der Weihnacht, der aus Guthro heraus strahlte. Keine Frage, der Mann mag Weihnachten und bleibt sich treu, doch bei einem warmen Aufguss der Konserve bleibt es nicht. Mit Mut und Lust auf Neues wurde

die Setlist auf Links gekrempelt, Songs (darunter auch Lieblingsstücke der Fans wie They Flew McCarthy Home oder die mehrsprachige Version von Stille Nacht) durch neue Stücke ersetzt, Bewährtes neu arrangiert und erstmalig Runrig, die Band, deren Leadsänger er 20 Jahre war und die ihn in Deutschland bekannt gemacht hat, mit drei Stücken Tribut gezollt.Auch die Produktion ist größer geworden. In diesem Jahr hingen große Leinwände über der Bühne, um weihnachtliche Einspieler zu ermöglichen. Dass trotz der großen Hallen eine familiär-festliche Stimmung erzeugt werden konnte, lag nicht zuletzt daran, dass Bruce Guthro auf der Bühne von seinem Sohn Dylan (Leadgitarre und Gesang) sowie Tochter Jodi (Gesang) unterstützt wurde. Ein besonderes Highlight der Show war folglich Familie Guthro am (künstlichen) Lagerfeuer, weihnachtliche Lieder singend. Dazu gehören beileibe nicht nur die traditionellen Christmas Carols, sondern auch eigenwillige Cover Songs wie z. B. Elvis Presleys Can´t Help Falling in Love oder Eigenkompositionen von Tochter Jodi, die mit Unterstützung des Publikums die Weltpremiere von Feels So Good zum Besten gab. Aufgelockert durch lokale Getränke-Spezialitäten – ein Gläschen Killepitsch hat noch keinem Künstler geschadet – entfaltete die Show im zweiten Teil dann ihre ganze Kraft. Den exzellenten Musikern gelang es, schon im November die Magie des Weihnachtsfestes in die Herzen des Publikums zu zaubern. Und so verließen geneigte Zuschauer das Konzert beschwingt von den Good Cape BretonTune(s) der aus Cape Breton stammenden Musikerfamilie, beseelt vom Geist der Weihnacht und mit Freude im Herzen.

Wer die Konzerte verpasst hat, aber eine stilvolle Weihnachts-CD oder gar DVD sucht, dem sei Guthros jüngstes Werk „Bruce Guthro – A Night at the Royal Danish Opera“, ein Live-Mitschnitt aus dem Opernhaus in Kopenhagen, oder die etwas ätere „A Winter´s Tale“ Doppel-CD und DVD empfohlen.

Merry Christmas!

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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