100 Jahre „Danny Boy“

100 Jahre „Danny Boy“

Graffiti in Dublin 2012Vom irischen Fernsehen wurde kürzlich der hundertste Geburtstag dieses Schmachtfetzens mit einer Dokumentation gewürdigt. Alles, was über diesen „typisch irischen Fake“ zu sagen wäre, hat der hoch geschätzte Ralf Sotscheck in seiner Kolumne am 18.11.2013 in der ebenfalls hoch geschätzten taz zusammengefasst. Titel: „Hundert Jahre sind genug.“ Mir bleibt, die Bebilderung und den Songtext hinzuzufügen.

weiterlesen […]

The Wild Rover

The Wild Rover

The Wild Rover ist ein irisches Trinklied.“ Verzeihung, aber dieser Satz stimmt nur auf die Gegenwart bezogen. Historisch ist diese Erkennungsmelodie des „Irish Folk“ weder das Eine noch das Andere. Wikipedia zitiert einen Professor mit der Meinung, es handele sich um ein Lied schottischer Abstinenzler aus dem frühen 19. Jahrhundert, das nach Amerika gelangt sei. Wenn man an die Puritaner und die spätere Prohibition denkt, mag das einleuchten, es widerspricht aber der heutigen Verwendung des Liedes komplett. Ja was denn nun – für oder gegen den Alkohol?

weiterlesen […]

Whiskey in the Jar

Whiskey in the Jar

Sturmfest und populär wie die Cliffs of Moher an der irischen Westküste, die Nummer 1 aller irischen Lieder in der Folk- und in der Rock-Welt.  Die unwiderstehliche Verbindung von Räuberballade und Trinklied ist um die Welt gegangen. Die Ursprünge des Songs sind nicht mehr eindeutig nachzuweisen. Man kann aber davon ausgehen, dass Whiskey in the Jar bereits vor 200 Jahren weit verbreitet war. Die eigentliche Handlung hat Züge einer Ballade, Raub und Gefangenschaft waren seit urdenklichen Zeiten beliebte Themen.

weiterlesen […]

Moving-On Song (Go! Move! Shift!)

Moving-On Song (Go! Move! Shift!)

Travellers oder Tinkers, Namen für sie gibt es viele, oft nicht sehr schmeichelhafte. Auf englisch werden sie Gypsies genannt, was von Egyptians abgeleitet ist. In Irland und Großbritannien sind die meisten von ihnen nicht mit den Roma verwandt, deren Urahnen einst aus Indien nach Europa einwanderten.

weiterlesen […]

Fields of Athenry

Fields of Athenry

Von Null auf Kult in wenigen Jahren: Kaum ein anderes Lied hat eine solche Karriere gemacht. 1979 von Pete St. John geschrieben, haben es nach dessen Aussage (2006) 520 andere Künstler aufgenommen. Die Zahl der verkauften Singles wird auf 5 Mio. geschätzt. In der gleichen Liga spielen La Paloma oder Lili Marleen. Der Verfasser hat mit seiner Geschichte offenbar einen Nerv getroffen, und das nicht nur unter den Menschen, die sich überall in der englischsprachigen Welt auf irische Vorfahren berufen.

weiterlesen […]

Loch Lomond / Red is the Rose

lochquerEinführung

Es ist eine Melodie, die das Herz berührt. In irgendeiner Variante hat sie bestimmt jeder schon einmal mitgesungen oder zumindest gesummt. Passend dazu gibt es eine romantische Rebellengeschichte aus dem 18. Jahrhundert. Aber wie es sich für einen Mythos gehört, lässt sich die Herkunft nicht restlos aufklären.

weiterlesen […]

Sam Hall

GalgenSam Hall“ ist ein alter englischer Folksong. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Lied „Jack Hall“ genannt, nach einem verruchtem englischen Dieb, der 1707 in Tyburn (England) gehängt wurde. Der Legende nach  haben Jack Hall’s Eltern Ihn für einen Guinea als Kehrjunge  verkauft. Daher wird Sam Hall / oder Jack Hall auch oft in diesem Lied als ‚chimney sweep‘  also Schornsteinfeger benannt.

weiterlesen […]

Fairytale of New York

So ein Weihnachten wünscht man niemand. Erwachen in einer Ausnüchterungszelle, verfolgt von den Gedanken an die ferne Heimat, dann ein heftiger Streit mit der (Ex-?) Partnerin, die im Krankenhaus liegt. Es geht um Emigration, Hoffnungen, Tod, Sehnsucht, Drogen- und Alkoholmissbrauch.

Trotzdem ist Fairytale of New York in Großbritannien einer der beliebtesten Songs zu Weihnachten, vielleicht grade, weil hier die Probleme nicht mit Zuckerguss verkleistert werden. Das Stück von Shane MacGowan und Jem Finer wurde 1987 erstmals veröffentlicht.

weiterlesen […]