Celtas Cortos – In Crescendo (2016)

Celtas Cortos halten in Spanien seit 1986 die Fahne des keltischen Rock hoch; Titel wie 20 de Abril (1991) und Tranquilo Majete (1993) machten sie in ihrer Heimat ziemlich populär. Die aus Valladolid stammende Band hat zu ihrem 30-jährigen Bestehen In Crescendo live mit dem Orchester der Region Asturien aufgenommen und präsentiert das Programm auf CD und DVD.

Die drei Original-Mitglieder vom Titelbild treten an.
Jesús Cifuentes: Gitarre, Gesang
Goyo Yeves: Whistle, Saxophon
Alberto García: Fiddle

Die Musik strahlt Freude und gute Laune aus. Die Songs sind eingängig und kommen, wie zu hören ist, beim Publikum gut an. Alle Texte sind auf Spanisch und scheinen über die Generationen hinweg einen Nerv zu treffen. Der Gesang ist kraftvoll und emotional. Offenbar hat die Zusammenarbeit allen Beteiligten Spaß gemacht. Besonders witzig finde ich, wie sich die Spanier Fiesta, die bekannte Pogues-Party-Nummer, angeeignet haben.

Mit entscheidend für den Wert des Albums sind für mich die Orchester-Arrangements. Sie nutzen das große Potential, vermitteln verschiedene Stimmungen und lassen südländisches Temperament durchscheinen. Einige ruhige Titel heben sich ab, es wird aber nie kitschig. Die Band fügt sich mit sparsamen Soli gut ein. Wenn das ganze Orchester mit einem Reel loslegt, steckt einiger „Wums“ dahinter.
Der schwungvolle, satte Sound ist absolut Mainstream tauglich und lässt sich gut hören. Dass vier Titel in einer zweiten Fassung aufgenommen wurden, ist bei dieser „Best of“ – Zusammenstellung okay. Ein schwungvoller Rückblick – oder der Aufbruch zu neuen Taten.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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