Cheers! – Wrong & Right (2013)

cheers-wrong or rightLangsam aber sicher breitet sich der grüne Virus auch Richtung Osten hin aus. Ein Indiz dafür sind die immer mehr werdenden Celtic-Rock Bands, die mit qualitativ hochwertiger Musik immer mehr Fans begeistern können. Seien es Firkin und Paddy and the Rats aus Ungarn oder Pipes and Pints aus Tschechien. Es gibt noch viele weitere Beispiele und Cheers! ist eines davon.

Eine siebenköpfige Band aus der Heimat der Pipes and Pints hat sich nun aufgemacht, ihren Namen in der Folkszene zu verbreiten und bekannt zu machen. Wrong & Right ist ihr Debütalbum von 2013 und präsentiert 13 Tracks. Und während bei P&P die Pipes im Vordergrund stehen, prägen Flöten und Akkordeon den Sound der Cheers!. Das kommt vor allem in den Instrumentalstücken zum tragen, die auch das einzige traditionelle Material in sich bergen.

Die restlichen Songs sind alle selbst geschrieben. Das stimmt zwar nicht ganz, da der aufmerksame Hörer hier und da Zitate zu bekannten Stücken erkennen kann – mal als Chorus mal als einzelner Melodicpart. Der Punkanteil in den Songs ist hoch und Cheers! legen ein gutes Tempo vor und somit empfehlen sie sich vor allem Fans wie Killigans oder den Greenland Whalefishers. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: manchmal wirkt es, als kommt der Sänger an seine Grenze, die er mit viel Mühe nicht übertritt und auch die Tin-Whistle sitzt nicht immer richtig.

Und was bei manchen Bands wie Absicht wirkt, sagt hier: wir stehen noch am Anfang unserer Karriere. Gebt uns noch ein wenig Zeit. Cheers! sind eine gute Band mit viel Potential, deren Album Wrong & Right nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, aber eben auch nicht enttäuscht. Als Anspieltip sei hier „Cliffs of Galway“ genannt. Ein nach vorn drückendes Stück Folkpunk mit leichten Poguesanleihen und einem schönen weiblichen Vocalpart.

Noch ein Wort zur physischen CD. Layout und Druck erinnern daran, was im Hip Hop Mixtape genannt wird: Slimcover und Booklet. Im Booklet wird übrigens das Crossover des Titels noch einmal aufgegriffen. Denn es werden alle Texte mitgeliefert – aber jeweils in der entgegen gesetzten Sprache. Da ich des Tschechieschen nicht mächtig bin, finde ich das etwas schade.

 

Tracklist

  1. Frying Pan 3:01
  2. Cliffs of Galway 3:24
  3. Molly’s Eyes 3:36
  4. Mary Hogan’s 4:05
  5. Collier 3:46
  6. Parnik 3:49
  7. Jim 5:03
  8. Poor Man’s Hat 2:24
  9. Tearberries 2:36
  10. I’ll Never Be the Same Man Again 3:47
  11. Rugged Day 4:11
  12. Wrong & Right 2:59
  13. In the Maze 5:07

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