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Chris Ronald – Fragments (2017)

Chris Ronald lebt in Vancouver, ist aber in Nordengland aufgewachsen. 2002 wanderte er nach Kanada aus, die Neigung zum Liedermachen brachte er mit. Der Songwriter legt jetzt sein fünftes Album vor und geht damit in England auf Tournee. Produziert hat es John Ellis, der an diversen Zupfinstrumenten zu hören ist. Dritter Mann ist Mike Sanyshyn, ein hochklassiger Geiger.

Chris Ronalds Musik wurde als „kanadischer Folk mit britischen Wurzeln“ zusammengefasst. Man könnte auch „transatlantisch“ sagen. Das Instrumentarium eignet sich für Folk, Bluegrass, Swing und Country gleichermaßen. Die Songs funktionieren auch mit sparsamer Begleitung, wie hier in einem live – Mitschnitt zu sehen.

Nicht jeder Song ist ein großer Wurf, aber Chris Ronalds angenehme Stimme sorgt dafür, dass sich die zwölf Titel des Albums gut hören lassen. Mit Fragments sind die großen und kleinen Ereignisse gemeint, die das Leben ausmachen. Im abschließenden Titelstück werden einige a cappella aufgezählt.
Es sind bekanntlich die kleinen Dinge…Der Mann aus Vancouver schafft es sogar, aus einem Moskitostich eine unterhaltsame Nummer zu machen. Ein Trennung mit dem Auseineinanderdriften von Erdteilen zu beschreiben, ist ein gelungenes Bild (Continents). Erinnerungen an Sommertage am Meer oder den Großvater zeigen weitere persönliche Seiten. Am besten gefallen mir die Uptempo-Nummern Get Back in the Game oder Freedom Train, wobei Banjo, Drums und Mundharmonika für Abwechslung sorgen. Angenehme Musik für einen Abend im Folkclub.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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