Fiddler’s Green ~ Sports Day at Killaloe (2009)

Cover Sportsday at KillaloeEs handelt sich hier um kein Konzeptalbum über das Thema Sport aber das war „A day at the Races“ von Queen auch nicht. Das ist auch gut so, denn die 19(!) Songs handeln von Themen wie Krieg, Verlust, Veränderungen, aber umfassen auch reichlich Party und Spaß, wie es sich für die „Folk-Franken“ gehört. Killaloe ist übrigens ein kleines Städtchen am Shannon, im County Clare.

Das neue Album ist inklusive Verlängerung 60 Minuten lang, die alles bieten, was Fiddler’s Fans so an ihnen schätzen und man hat den Eindruck, dass Speedfolk gepaart mit sportlichen Aktivitäten nicht nur ewige Jugend verspricht, sondern glatt eine Verjüngungskur stattgefunden hat. Das Akkordeon und die Fiddle stehen wieder weit vorne, aber hier und da kommt auch ein Banjo oder eine Whistle/Flute dazu.

Unaufgewärmt greifen sie an mit dem Opener „Bugger Off“, ein traditioneller Trinksong der auch schon von den Dubliners und später von den Real McKenzies interpretiert wurde.

Schnell geht es weiter mit „Bottom of our Glass“ und „Life full of Pain“ wobei die Lieder „Sports Day Theme“ und „Sporting Day“ nahtlos ineinander übergehen und die gesamte Bandbreite der Band von angenehmer Melancholie bis hin zum Partypunk inklusive der traditionellen „Mursheen Duirkin“ Melodie bieten und ein Höhepunkt des Albums sind.

Dann wird erst mal verschnauft mit „Change“, „Down by the Hillside“ und „Mrs McGrath“ typische Songs von Sänger Albi mit schönen, eingängigen Melodien.

Da Tempo wird mit „Highland Road“ wieder angezogen. Ein Song der auch schon Bestandteil des Live Sets von 2008 war. „This Old Man“ ist mit Abstand das lustigste Stück des Albums. In den Schlussminuten wird das Tempo noch ein weiteres Mal erhöht („7 Drunken Sailors“ und „Dead End Street“). Doch dann geht es in die Verlängerung, in der es keine Vereinigung mit dem Gegner gibt („Friendly Reunion“). Mit „Apology“, einer Ballade mit viel Pathos, verabschieden sich die Fiddler“s vom „Sporting Day“, bei der das Motto „Dabei sein ist alles“ wichtiger als ein Sieg ist und somit haben sie sich die warme Dusche mehr als verdient.

Die Songs „Bottom of our Glass“, „Empty Pockets, Empty Fridge“, „7 Drunken Sailors“, „Rose of the Heather“, „Friendly Reunion“, „Apology“ sowie der lupenreine Punksong im Stil von No Use for a Name oder Jimmy Eat World „Strike Back“ werden vom Youngster-Gitarrero Pat gesungen, der sich musikalisch in der Band fest etabliert hat und sich offensichtlich durchsetzen konnte.

Meine Kritik: Hätten dieses Album mit „Sports Day Theme/Sporting Day“ angefangen und auf drei Lieder verzichtet, wäre es runder geworden.

Aber das bleibt der einzige Kritikpunkt dieses abwechslungsreichen und frischen Longplayers von Fiddler“s Green, der es auch in die deutschen Charts geschafft hat.

Gegen die derzeitige wirtschaftliche Stimmung wohl hilft nur: „Album kaufen und zum Fiddler“s Konzert in deiner Nähe gehen!“ Gute Laune, Punk und Spielfreude sind garantiert.

Tracklist:

  1. Bugger Off
  2. Bottom Of Our Glass
  3. Life Full Of Pain
  4. Sports Day Theme
  5. Sporting Day
  6. Empty Pockets, Empty Fridge
  7. Change
  8. Down By The Hillside
  9. Highland Road
  10. Rose In The Heather
  11. Bold O´Donahue
  12. This Old Man
  13. 7 Drunken Sailors
  14. Dead End Street
  15. Mrs. McGrath
  16. Strike Back
  17. Friendly Reunion
  18. Once In A While
  19. Apology

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maze

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