Hugh Morrison ~ Robert Burns Rocks (2010)

Es ist nicht mehr das frischeste Album, aber die Lieder, die gesungen werden haben andere Zeiträume überdauert. Und es ist eines der besten und schönsten, die ich bislang gehört habe. Vorgetragen und arrangiert von einem Musiker, der in vielen Méties zu Hause ist: Hugh Morrison, Mitglied u.a. der Street Dogs und Murder The Stout.

Aber erst einmal von Anfang an. Robert Burns? Ok, den Namen hatte ich schon Mal gehört, schottischer Literat. Dabei habe ich mir erst mal nichts weiter gedacht und die CD ins Autoradio eingeschoben. Was mir dann in die Ohren floss, war ein musikalischer Hochgenuss, wie ich ihn lange nicht erlebt habe. Ich war neugierig auf mehr und schlug mal ein bißchen über diesen Herrn Burns nach.

Hugh Morrison hat sich einem schottischen nationalen Idol angenommen und dessen Lieder verarbeitet. Das ist mutig. Mit sowas hat sich schon mancher übel auf den Popo gesetzt. In den Beschreibungen des Werks und Lebens des Herrn Burns lese ich dann Dinge, die in diesem Album auf die eine oder andere Weise eine Bedeutung gewinnen und realisiert werden.

In seinem gesamten literarischen Werk folgt Burns der Natur, kennt keine andere Begeisterung, als die, die er aus der Tiefe seines Herzens und aus dem wirklichen Leben schöpfte.

Die Musik wird so sauber und klar arrangiert. Jetzt verstehe ich warum.

Sein unstetes Leben verbunden mit der Armut seiner Kindheit untergruben seine Gesundheit. Der wahrscheinlich zu häufige Genuss von Alkohol hinderten ihn immer öfter an seinem literarischen Werk. Ein Kuraufenthalt in einem benachbarten Seebad nach einer schweren Krankheit brachte nicht mehr die gewünschte Genesung. Im Alter von 37 Jahren starb Robert Burns am 21. Juli 1796 …

Da haben wir wieder die rauhen Seiten des Lebens und die Verbindung zu dem von uns zu geschätzten Rock und Punk Genre.

Musikalisch gesehen ist es vor allem das Akkordeon was mir besonders gut gefällt. Sauber getastet und nicht gequetscht (Tobias Escher gestatte mir diese Anspielung) spielt es in den meisten Songs eine Melodie-tragende Rolle. Dazu werden verschiedene andere Instrumente begleitend dazu genommen.

Das durchgängige Schlagzeug hält sich im Hintergrund, deutet aber immer wieder dezent an, dass es auch anders ginge. Selbst einige E-Gitarren Einschübe stören nicht, sondern geben dem Ganzen eine zeitgenössische Note.

Das Album ist durchweg absolut entspannt. Es gibt einfach keinen Stress. Die manchmal rauhe/rauchige Stimme von Hugh Morrison wird häufig ergänzt durch eine hohe und klare Stimme seiner Begleiterin.

Überrascht wurde ich auch mal wieder, wieviele Melodien auch in unserem Alltag Eingang gefunden haben. Den einen oder anderen Song werden viele aus anderen Zusammenhängen wieder erkennen. Da gibt es für unsere Kuec und die Serie „The Story Behind The Song“ noch viel zu tun.

Meinen Dank und Respekt hast Du sicher Hugh! Danke für diese Scheibe und schönen Momente! 15 Stück (Musik)Geschichte.

Anspieltipps: The Lea Rig, A Man’s a Man, Auld Lang Syne

Trackliste

  1. Leezie Lindsay
  2. Rantin Rovin Robin
  3. Ye Jacobites by Name
  4. Ye Banks and Braes
  5. Hey Johnnie Lad
  6. Res Red Rose – Instrumental
  7. Scots Wha Hae
  8. Awa Whigs Awa
  9. Ae fond Kiss
  10. Burns Reels – Instrumental
  11. The Rigs o’ Barley
  12. The Lea Rig
  13. A Man’s a Man
  14. Farewell to the Highlands
  15. Auld Lang Syne

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