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in search of a rose ~ reels and roses live (2012)

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reels and roses liveIn der Riege der Folkrockgrößen gehören in search of a rose (ISOAR) zweifelsfrei zur führenden Crème de la Crème – und das sowohl in bühnenoptischer als auch in instrumental-professioneller Sicht. Und nach 20 Jahren heißt es nun: reels and roses live! Wir gratulieren ISOAR aus tiefstem Herzen zu 20 Jahren Schweiß, Herzblut und nimmermüder Innovation. Damit reihen wir uns ein in die Reihe der Gratulanten, die ISOAR in ihrem Cover anführen, denn Folkgrößen wie The Wakes, The Mahones, Mr. Irish Bastard, Fiddler’s Green und weitere „global players“ vollführen einen verbalen Kniefall.

Und was wäre als Geburtstagsgeschenk geeigneter als retrospektiv ein Live-Best-Of unter das tanzwütige Folk zu bringen? Dabei verzichten die Sechs auf das obligate Plakativum des hämmernden Offbeats und nehmen sich vielmehr eines wechselfreudigen Rhythmus‘ an. Gleiches gilt für den viel zu oft gehörten E-Gitarrensound, dessen Riffe sonst ein komplettes Album füllen. Zwischen Wah-Wah-Effekt, Cleansoundnuancen und dem notwendigen, aber jederzeit maßvoll eingesetzten, wummernden Riffs begleitet die Gitarre das vielschichte Klangereignis.

in search of a rose

Der 21 Titel fassende Silberling präsentiert aber nicht allein ISOAR, sondern auch die Jubilare mit Gastmusikerunterstützung. So laufen u.a. Paul und Chris von The Wakes auf, um bspw. „The Foggy Dew“ gesanglich und per Flöte zu unterstützen. Dabei kommt das Nebeneinander des jederzeit astreinen Geigenspiels im Unisonospiel mit der Flöte Chris‘ zu wundervoller Entfaltung. Und so setzt es sich durch alle Titel fort: Zu keinem Zeitpunkt eine Disharmonie oder konzeptionelle Unstimmigkeiten. ISOAR versprühen pure Lebensfreude und beinahe entdeckt man eine Träne im Knopfloch, dass dem Livemitschnitt kein Videomaterial beiliegt.
ISOAR-Klassiker wie „P is for Pauli“ und „I Danced With John Travolta“ erklingen in wohlfeiler Harmonie neben Traditionals wie „The Foggy Dew“. Es ist die Verbindung von Bekanntem und Neuem, was die gelb-weiß-grün Symbolisierten ausmacht. „Weak” wird durch eine Akustikgitarre eröffnet, dem folgen seichte E-Gitarren-Seufzer und eine kraftvolle Doppelsaitenfiddle. Indes der Gesang die imaginierten Halsadern des Sängers hervortreten lässt, wird der Refrain von einem wuchtigen Backgroundchor unterstützt. Wohin man hört, man kann sich an einem einzigen Titel aufhängen und ihn in Endlosschleife und maximaler Lautstärke (zur Freude der Nachbarn) hören.

 

 

ISOAR liefern mit reels and roses live ein Album der Extraklasse ab, das in jedweder Hinsicht einer 20-jährigen Bandgeschichte gerecht wird. Es bleibt nur eines zu hoffen: Wahrt euch die Begeisterung, die schier unerschöpfliche Kraft und Leidenschaft, vor allem aber das stilistische Werden und Vergehen! Auf die nächsten 20! TASSEN HOCH!

Tracklist

  1. Follow Me Up To Carlow
  2. The Emerald Gossip
  3. Rebel Town I
  4. Farewell (Rebel Fritzpatrick) / Mug Of Brown Ale
  5. Misty Mountains
  6. The Foggy Dew (feat. The Wakes)
  7. Weak
  8. London Days
  9. Red Rose
  10. I Danced With John Travolta
  11. Shamrocknroll
  12. Conquering
  13. Red & Blue
  14. Melodeon Reels
  15. Brendans Blessing
  16. Free Polka Jamboree
  17. Sugarpath
  18. When We Will Be Married
  19. Shenanigans
  20. Hundred Starving Rats / Star Of Munster
  21. Bonustrack: P is for Pauli

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