Ivan Drever & Friends – Live In Orkney (2017)

Nach Ivan Drevers letzten Soloalben Revisited I und II jetzt der große Rahmen. Der ursprünglich von den Orkneys stammende Sänger wurde im vergangenen Jahr zu dem traditionelle Treffen „The Gathering“ während des Orkney Folk Festival eingeladen. Der ehemalige Frontmann von Wolfstone arbeitete hier mit einer Band aus Einheimischen, um seine Musik zu interpretieren. Auch ein Chor und die Kirkwall City Pipe Band kommen zum Einsatz. Die Reaktionen waren sehr positiv, die Aufführung wurde im Januar beim Festival Celtic Connections in Glasgow vor ausverkauftem Haus wiederholt.

Ivan Drever ist mit seiner zurückhaltenden Art  und ruhigen Stimme eigentlich kein Rocksänger. Dies ändert aber nichts daran, dass seine Songs auch im großen Rahmen gut funktionieren. Das Tempo ist gemäßigt. Die Arrangements wirken etwas nostalgisch und erinnern an die frühen Zeiten des britischen Folk-Rock. Dabei lassen die Pipes and Drums am Ende nicht vergessen, dass man sich weit oben im Norden befindet.

Der jetzt in Norwegen lebende Singer-/Songwriter beschwört die untergegangene Welt der Schiffsbauer, Bergleute und kleinen Fischer, was ihn in seiner alten Heimat populär macht. Seine melodischen Songs schaffen einprägsame Bilder. Instrumentalstücke und eine kleine Rock n’ Roll – Nummer runden das Programm ab.

Der Sound des Albums ist nicht optimal, was schon in der Zahl der Mitwirkenden bei dem Live-Mitschnitt begründet ist. Es kommt ab einige Begeisterung aus dem Konzert rüber. Wer einen Bezug zu Schottlands Norden hat und ein wenig Nostalgie nicht abgeneigt ist, wird Freude an diesem Album haben.

Foto: Sean Purser

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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