Jolly Jackers – Blood Sweat and Beer (2017)

Jolly Jackers kommen aus Ungarn und was sofort auffällt, ist die Professionalität mit der „Blood Sweat and Beer“ aufwartet. Alle Lieder sind dick produziert. Damit meine ich, das die Songs zwar vollverstärkt sind, aber die einzelnen Instrumente klar und deutlich rüber kommen. Sie bekommen genug Platz, ohne sich gegenseitig irgendetwas streitig zu machen. Sei es die Geige, sei es die Flöte oder aber die Gitarre, es ist immer auch Platz für ein Solo. Die Songs zeichnen sich durch eine klare Struktur aus und sind abwechslungsreich. Hinzu kommt, dass die „Jolly Jackers“ hier vor allem eigene Stücke präsentieren und damit ihren Kollegen von „Firkin“ eine große Nase voraus sind. Sechs Bandmitglieder nennen die Jackers ihr Eigen. Dabei ist das Geschlecht gleichmäßig verteilt, was wohl eher selten vorkommt, aber für die Musik eigentlich weiter keine Rolle spielt.  Dennoch werden sowohl die Damen, als auch die Herren gleichermassen körperlich in Szene gesetzt. Man ist sich der Wirkung grundsätzlich bewußt.

Mit „Blood Sweat and Beer“ findet ihr hier ein gutes Stück Celtic-Rock, professionell umgesetzt und mit wenig Ecken und Kanten präsentiert. Es gibt die Hymnen über Saufen und Zusammenhalt, vorgetragen mit Pathos und umgesetzt mit wunderbaren Flöten- und Geigenmelodien, gebrochen durch Geschwindigkeit- und Rythmuswechseln, gipfelnd in Mitgrölparts.

Würde ich sie kaufen? Ja. Würde ich sie aus meinem CD-Regal rausziehen: ich weiss nicht. Vielleicht muss ich die Jolly Jackers dazu erst einmal auf meiner persönlichen Ebene emotional aufladen. 3Dennoch checkt sie unbedingt aus.

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