Madison Violet ~ No fool for trying (2009)

Madison Violet ist ein Duo aus Kanada, bestehend aus Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac. Nachdem sie sich in den letzten zehn Jahren durch fleißiges Touren bereits einen Namen in der Szene machen konnten, sorgen die beiden talentierten Frauen mit ihrem aktuellen Album „No fool for trying“ dafür, dass ihre musikalische Botschaft weiter in die Welt getragen wird.

Das charmante Duo besticht durch seine samtweichen Stimmen, die sich in den vorrangig balladesken Songs hervorragend ergänzen. Stücke wie „The ransom“ oder der Titelsong „No fool for trying“ (der übrigens in zweifacher Version auf dem Album vertreten ist) malen melancholische Melodien in einen emotionsgeladenen Raum. Die Stücke erinnern teilweise an Norah Jones oder Faith Hill, ohne dabei ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Die Einflüsse von Dolly Parton und Neil Young sind ebenso nicht zu überhören.

Vor allem die für Countrymusik typische Eigenart, Herzschmerz in Wonnemomente der Musik zu packen, wird bei jedem Song offensichtlich. Bei „Small of my heart“ zwingt sich mir die Szenerie eines flackernden Lagerfeuers in der Wildnis auf oder auch ein letztes Tanzpaar auf der Tanzfläche, die Cowboy-behüteten Köpfe leicht gesenkt. „Baby in the black & white“ sticht vor allem durch die präsente Geige heraus und hat einen lässigen Charakter, gezeichnet durch ein nonchalant gezupftes Banjo. Die ruhige und friedvolle Stimmung, die auch die ganze Musik des Duetts ausmacht, zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album. Die Instrumente sind dabei stets dezent eingesetzt und drängen sich zu keiner Zeit in den Vordergrund, denn da glänzen die lieblichen Stimmen. Diese konkurrieren niemals untereinander, sondern glänzen immer als Einheit.

Bei den Songs von Madison Violet bleibt genug Zeit und Muse, sich den Texten zu widmen, welche Themen wie Tragik, Romantik und Nachdenklichkeit hervorheben. In Szene gesetzt wird dann alles durch die mal klagende, mal tänzelnde Geige, die hoffnungsvolle Mandoline, das kokette Banjo und die sanfte Gitarre. Ausnahmslos alle Kompositionen sind geprägt von dieser leidvollen Schönheit, die „no fool for trying“ zu einer perfekten Wahl für besinnliche Abende macht, egal ob alleine oder zu zweit.

Trackliste

  1. The ransom
  2. Lauralee
  3. No fool for trying
  4. Small of my heart
  5. Baby in the black & white
  6. Hallways of the sage
  7. Crying
  8. The woodshop
  9. Darlin‘
  10. Best part of your love
  11. Time and tide
  12. No fool for trying

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jessy

Ehemalige/r Autor/in

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