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McScallywag – Dirty Water (2016)

2016 dachte ich noch, das der celtic-punk Hype ein wenig abgeflaut sei. Doch dann kam das goldene Jahr 2017 und eine großartige Band nach der anderen veröffentlichte neues Material. Dabei blieb es aber nicht. Denn genauso erschien Monat für Monat eine mir unbekannte Band, die eben nicht nur mit altbekannten und traditionellem aufwarteten, sondern mit guten Eigenkompositionen die Celticwelt bereicherten. Und zu diesen gehören die Groninger McScallywag. Die sieben Mitglieder starke Folk-Punk Combo ist zwar nicht komplett unerfahren, schließlich haben einige von ihnen schon vorher in einer Hardcore-Punk Band gespielt, allerdings beschlossen sie eben 2013 komplett neue Wege einzuschlagen. Und das vorläufige Ergebnis haben sie nun in „Dirty Water“ manifestiert. Ein wirklich gelungenes Debut.

Sie selbst beschreiben ihren Sound als ein Treffen von DKM mit The Pogues. Nun, ich finde den Vergleich mit einer etwas rüderen Poguesvariante treffender. Der Folkanteil der Songs ist sehr hoch und Titel wie „Eye of the Storm“ sind eher ruhig und getragen, wodurch eine melancholische Stimmung entsteht. Auch die männlichen Vocals tragen durch ihre oft dunkle und ruppige Tonlage dazu bei, dass man sich eher an Shane denn an Ken Casey erinnert fühlt. Inhaltlich bieten die McScallywags ein übliches Repertoire an Trinkliedern, Liebe und Heimat.

Zwei Besonderheiten sollten unbedingt hervor gehoben werden. Zum einen gibt das Cello den McScallywags einen für eine Punkband interessanten Touch, zum anderen sind alle Instrumente, sieht man einmal vom Bass ab, nicht elektrisch verstärkt. Die McScallywags sind eine DIY-Band, was ich immer als positiv bewerte, genauso das sie neun eigene Kompositionen auf „Dirty Water“ gepackt haben und auf jegliche Cover verzichtet haben. So ist die halbe Stunde Musik sehr gut zu hören und schnell vorbei – aber man kann ja einfach auf Repeat drücken.

Hier könnt ihr euch über McScallywag im www. informieren.

 

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