Neck ~ Come Out Fighting (2008)

Wow, es gibt ein neues Album der Psycho-Ceilidh London-Irish Rock’n’Roll Band Neck. Ich habe soeben eine CD ohne Booklet, Info oder weitere Angaben in einer Klarsichthülle erhalten.

Einfach, schlicht, auf das Nötigste beschränkt. Und genauso sind auch die Lieder der CD, …

„One two three four, buschka buschka – diedel diedel diedel diedel dum“. Ist das jetzt zynisch? Vielleicht, aber habe ich eine andere Wahl?

Man spürt zwar den Spaß der Band, die da am werkeln ist. Sie hat Druck, sie hat was zu sagen und sie hat ihre Berechtigung, schließlich ist sie das „uneheliche Kind von Joe Strummer und Shane MacGowan“. Aber so richtig springt der Funke nicht über. Ich mag die Tin Whistle auf dem Album, auch die ansteckenden Reels, die druckvollen Gitarrenriffs und die phantastischen Lyrics. Jawohl, das bietet dieses Album.

Mein Lieblingslied ist übrigens die Abschlussnummer „The Foggy Dew“, ein oft kopiertes, traditionelles Lied über den Osteraufstand von 1916, welches Neck aber unheimlich klasse arrangiert haben. Das zählt zu meinen Top 20 Songs des Jahres 2008.

Für mich fehlt dem Album, damit es ein richtig gutes wäre, die künstlerische Kreativität.

Fans von den Pogues, Flogging Molly oder Mr. Irish Bastard sollten sich aber keineswegs abschrecken lassen. Hört es euch an und entscheidet selbst. Vielleicht muss ich das Album auch nur noch mal mit 1,5 Promille hören.

Liedrangfolge:

  1. Come out fighting
  2. Everybody’s welcome to the Hooley
  3. Acalpines Fusiliers
  4. Tink
  5. The homes of Donegal
  6. The Star of the County Down
  7. I turn my face to the four winds
  8. Hello Jakey!
  9. The lilting Banshee Set / An Foireann Bean Si ouit
  10. I’ll still be blue over you
  11. Ourselves alone
  12. Barney Hare
  13. Always upettin‘ somebody
  14. The Foggy Dew

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maze

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