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North Sea Gas live in Altena 2019

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Es war der erste Auftritt in Altena, aber vermutlich nicht der letzte. North Sea Gas aus Edinburgh eröffneten ihre diesjährige Sommertour  im gut besetzten Saal der Burg Holtzbrinck. Das Trio aus Edinburgh besteht aus Dave Gilfillan (Gitarre, Banjo, Bodhran, Fußtrommel), der das Ensemble vor fast 40 Jahren gründete, Ronnie MacDonald (Gitarre, Bouzouki) und Grant Simpson (Fiddle, Mandoline).

The Voice of Scotland heißt das aktuelle Programm, und der routinierte dreistimmige Gesang ist denn auch das Markenzeichen von NSG. Das Trio brauchte ein paar Songs, bis sich die Stimmen aufgewärmt hatten, aber spätestens bei ihrem a cappella gesungenen Shanty entfaltete ihr Gesang beeindruckende Kraft. Auch an den Instrumenten gingen sie engagiert zu Werk, so dass rasch der Funke sprang und immer wieder mitgeklatscht wurde. Auch beim Mitsingen ließ sich das Sauerländer Publikum nicht lange bitten. Der Fiddler konnte den Inhalt der Songs auf Deutsch erklären und überbrückte mit bewährten Witzen, etwa über das schottische  Wetter, die Pausen beim Instrumentenwechsel.

 Im Repertoire waren nicht nur die erwartbaren Lieder von Robert Burns oder aus der Jakobiter-Zeit, sondern auch eigenes (Fields of Rosslyn) und Aktuelles (No Ash Will Burn). Der Wunsch nach Loch Lomond wurde natürlich nicht abgeschlagen. Es gelang North Sea Gas aber, dies oder die Zugabe Flower of Scotland durch ihre herzhafte Interpretation vom Abrutschen in den Kitsch zu bewahren. Gute Songs, gut gesungen: In einer Zeit, wo der Nachwuchs oft versucht, die Grenzen des Genres zu verschieben, zeigten NSG, dass der Folk alten Stils noch lange nicht ausgedient hat.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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