Nua – Head Full of Dreams (2013)

Seit ich Nua 2012 in Volmarstein gesehen habe, hat sich die akustisch spielende Gruppe stark weiterentwickelt. Ihr zweites Album fand nun über die Hamburger Musikproduktion Liekedeler seinen Weg zu uns. Both Sides, der Erstling von 2011, war bereits sehr bemerkenswert gewesen. Für Mich Neumaier kam inzwischen Catriona Price hinzu, die Musik studiert hat und nicht nur Fiddle spielt, sondern auch toll singt. Die Frau von den Orkney – Inseln harmoniert bestens mit Steffen Gabriel / Flute, Whistles, Michaela Grüß / Bodhran, Gesang und Tobias Kurig / Bouzouki.
Wie bei Cara ist ein schottischer Einfluss hörbar, und es wird viel Wert auf schöne Tunesets gelegt. Außerdem stechen die Songs heraus, die von den beiden Frauenstimmen wunderbar interpretiert werden, alte Balladen ebenso wie das selbst geschriebene Titelstück oder Material von Songwritern wie Dougie MacLean. Es wurde mit viel Geschmack ausgewählt und arrangiert.
Die Quartett – Besetzung macht Sinn. Melodie und Begleitung sind ausgewogen und miteinander verwoben, so dass ein spannungsreiches Ganzes entsteht. Eigenes verbindet sich bestens mit überlieferten Texten oder aktuellen Session – Reels.
Wer was Poppiges sucht, ist hier falsch. Die Songs sind keine leichte Kost, und Stücke mit Taktwechseln entziehen sich dem Mitklatschen. Dennoch sind Nua mit ihren aktuellen Bearbeitungen absolut auf der Höhe der Zeit und müssen zu den ganz Großen gezählt werden. Insgesamt eine Produktion, die sich international sehen und hören lassen kann.
Im Juni wird man bei vier Terminen in NRW die seltene Gelegenheit haben, Nua live zu sehen.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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1 Gedanke zu “Nua – Head Full of Dreams (2013)

  1. Nua hat mir auch schon 2012 auf dem Volmarstein gefallen……… blöderweise hab‘ ich fast ein Drittel ihres Gigs verquatscht – man trifft halt immer Irgendwen, mit dem man ein paar Worte wechseln will ;-)
    Trotzdem hab‘ ich auch so „nebenbei“ noch das Meiste mitbekommen, und das, was ich irgendwann mit voller Aufmerksamkeit gehört habe, gefiel mir (mindestens) genauso gut.
    Bin gespannt drauf, wie sich die Kapelle entwickelt hat – jedenfalls gefallen mir Bands, die ausgefallene Songs im Programm haben, eigentlich immer gut ;-)

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