Plastic Paddy – Lucky Enough (2017)

Plastic Paddy sind ein Destillat aus „Pladdohg“ und „Lucky Enough“ ist daher kein richtiges Debut. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, die Songs sind melodisch schöne Nummern in bester Folktradition, denn die Mitglieder wissen was sie tun. Natürlich nutzen die Kalifornier bekannte Songs wie „Whiskey you´re the Devil“ oder „Muirsheen Durkin“, allerdings präsentieren sie auch eigene Songs und das ist gut. Dabei nutzen sie viele traditionelle Instrumente und legen diese über Gitarre und Schlagzeug. Hier sticht vor allem Robin DeMartini mit ihrem Flötensortiment hervor.

Das unterscheidet Plastic Paddy von vielen anderen Bands, man muss die Flöte aber auch mögen. Ich brauche euch nicht zu sagen, was mir meine Frau zu „Lucky Enough“ gesagt hat. Interessant wird es für mich, wenn Plastic Paddy die eher langsamen Songs spielen, denn dann kommt die Querflöte zum Einsatz und das schafft eine angenehme ruhige Atmosphäre. Mein absoluter Favorit ist „Scali Li“, eine wunderbare Ballade. Eigentlich nicht so mein Ding, aber hier ist das Ganze weder langweilig noch schnulzig. Das liegt zum einen an der unverkitschten, dunkleren Frauenstimme, zum anderen an dem nonverbalen Part, der eine fröhliche Atmosphäre schafft. Dieses Lied ist es wert gehört zu werden.

Thematisch finden sich hier die üblichen Anglo-irischen Inhalte, allerdings ohne die Sache. Aber Plastic Paddy ist nicht nur einfach eine Pubband, sondern es finden auch andere Einflüsse wie Country oder Californian-Rock ihren Weg. Dadurch geben sie den allgemein bekannten Songs eine eigene Handschrift. Die Songs sind sauber aufgenommen, sodass alle Instrumente gut heraus kommen. Das wird auch dadurch unterstützt, dass die Songs nicht überproduziert sind. Ihr solltet der Platte eine Chance geben und vor allem solltet ihr „Scali Li“ hören.

Hier findet ihr weitere Infos über Plastic Paddy.

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