Rhapsoldya – N`in ket deuet a-benn da ziwriziennaÑ ac’hanomp (2014)

Rhapsoldya – diese Gruppe fällt aus vielen Gründen in die Kategorie „Blick über den Tellerrand“. Zum einen ganz klar das im Celticbereich selten vorkommende Genre Rap, zum anderen auch die Herkunft der Gruppe. Sie sind Bretonen. Daher werdet ihr hier auch nur wenig über die Texte erfahren, sondern mehr über die Musik und ihre Wirkung. Und die hat es in sich! Die fünf Jungs machen Druck.

Das Genre ist Rap. „Aber halt!“ wird hier so mancher einwerfen, denn alle Beats sind live eingespielt und Rhapsoldya erinnern phasenweise an die Crossoverbands der 90er – allerdings in die 2000er transformiert. Youenn hat einiges zu sagen und das trägt er mit Vehemenz vor. Dabei erinnert er manchmal an Zack.

Die Lyrics werden von klassischen Beats getragen, die um die Drums aufgebaut sind. Gitarre und Bass unterstützen und verstärken die treibenden Grooves. Und hier kommt die Brücke in den Celticbereich: das Akkordeon. Alle Melodien werden von der Quetsche gespielt und dadurch werden die Songs catchy. Man kann den Spass der Bandmitglieder an der Musik und dem Zusammenspiel aus den Songs heraus hören. Sehr empfehlenswert. Aber wozu dieser energetische Klangteppich? Letztlich ist das jetzt eine Spekulation, da die Sprachbarriere zu hoch ist, aber Layout der Platte und Bildsprache lassen auch ein politisches Ziel von Rhapsoldya schließen. Warum und wieso – nur Vermutungen. Eindeutig ist aber eine aktionistische Orientierung und dafür liefern sie einen perfekten Soundtrack. Sehr empfehlenswert!

 

 

 

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