Seamus Stout ~ Raise A Pint (2011)

Seamus Stout besteht seit 1999 und kommen aus Dallas/Fort Worth (Texas). Sie spielen irische/schottische Celtic-Folk-Musik, sind bekannt in der Gegend von Dallas und sind schon auf vielen unterschiedlichen Veranstaltungen aufgetreten. Neben den Instrumenten Gitarre, Banjo, Geige, Bodhrán kommen auch Tin Whistle, Irish Flute, Small Pipes, Highland Pipes und Irish Bouzouki zum Einsatz.

Heute liegt mir das nun fünfte Album der Band vor. Der Opener ist ganz nach meinem Geschmack und allen, die irische Musik mögen, wird es genauso ergehen. Prefab Pubs ist ein guter Einstieg in die Musikwelt von Seamus Stout. Ein schnell gespieltes Stück, bei dem Gesang, Geige, Gitarre, Tin Whistle und Bodhràn zum Einsatz kommen. Diese Energie setzt sich zum Anfang, in dem instrumentalen Medley The ale is Dear/Comb Your Hair and Curl it/Grindavik/Ale reprise fort. Die beiden mittleren Teile werden etwas ruhiger vorgetragen, um dann beim letzten Viertel wieder an Fahrt zu gewinnen und sich so der Kreis schließt. Ein runder und schöner Song ist zu hören.

Auf dieser CD sind auch zwei Titel gepresst, die als Medley zu hören sind, aber zu einem als Instrumentalstück und zum Anderen auch gesungen wird. In den meisten Fällen wird entweder bei allen Stücken gesungen, oder es ist nur Musik zu hören. Es ist schon ein wenig ungewöhnlich, es auf diese Weise zu produzieren. Bei Road to the Isles/The Campbells are Coming bekommt man bspw. erst das Gesangstück dargeboten. Es wird ruhig gespielt und ein melodisch ausgeglichener erster Teil umschmeichelt das Ohr, so muss ein Folk-Song sein. Im zweiten Teil des Liedes fällt der Gesang weg und Geige, Gitarre, Flöte und Bodhrán spielen auf. Das Tempo erhöht sich und ein fröhliches Stück erklingt.

Bei Sandpiper/Highland Harry/Up an´Waur`em Willie sind die beiden ersten Teile instrumental und der dritte ist mit Stimme aufgenommen worden. Mit dem Bodhrán beginnt das Lied und nach kurzer Zeit steigt die Geige mit ein, Gitarre und Pipes lassen dann auch nicht lange auf sich warten: ein ruhiger Beginn des Liedes, das sich im zweiten Teil aber ändert und etwas schneller wird. Im letzten Teil wird noch eine Schippe draufgelegt und das Stück gewinnt richtig an Fahrt. Zu der Musik gesellt sich nun auch der Gesang und rundet das Lied ab.

Devil`s Dance Floor gehört zu einem der besten Songs auf dem Album. Der Name des Liedes ist Programm und lädt unweigerlich zum Tanz ein. Dieses schnelle Stück wird von Bodhrán und Flöte eröffnet. Nach einem kurzen Intro steigt der Rest der Band mit ein. Bei dem Lied kann man nicht ruhig sitzen, man muss aufspringen und sich bei dem fröhlichen, energiegeladenen und flotten Stück zur Musik bewegen.

Dieser Silberling bietet von traditionellen Liedern bis zu eigenen Kompositionen eine Vielzahl schöner und guter Songs. Alles hört sich ausgeglichen und gut abgestimmt an. Die Instrumente spielen gut zusammen und keines wird zu sehr betont, da geht auch keine Flöte oder Bodhrán unter. Bei den instrumental gespielten Liedern kommen die Pipes mehr zum Einsatz, als bei den Gesangsstücken, was ein wenig schade ist. Kein elektrisch gespieltes Instrument stört die Musik und so geht das Konzept einer irisch/schottischen Musik-CD auf. Vergleicht man sie aber mit anderen CDs dieser Musikrichtung, sticht sie nicht sonderlich hervor und reiht sich einfach nur ein. Jeder, der keltische Musik mag, wird dieses Album aber auch mögen und Spaß beim Hören haben.

Trackliste

  1. Prefab Pubs
  2. The Ale Is Dear/Comb Your Hair and Curl It/Grindavik/Ale Reprise
  3. Road to the Isles/The Campbells are Coming
  4. Waxies`Dargle
  5. Sandpiper/Highland Harry/Up and Waur`em Willie
  6. Whisky You`re The Devil
  7. The Limerick Rake
  8. The Smokey Lum/Miss Sheperd/Brenda Stubbert`s Reel
  9. Maids Never Marry an Old Man
  10. The Devil`s Dance Floor
  11. The Ghosts at Scapa Flow
  12. She Moves Through the Faire/Low Country Dance/The Sound of Sleat
  13. Queensland Drover
  14. Fagunda, Phantom Isle
  15. A Pint and Soon
  16. Nancy Whisky

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