Skerryvore ~ Skerryvore (2010)

Das schottische Quintett Skerryvore veröffentlicht ihr drittes Album. Selbstbetitelt. Auf der einen Seite haben wir traditionelle, keltische Melodien, auf der anderen gefälligen, sanften Pop-Rock im Sinne von Bon Jovi oder Brian Adams. Erinnert mich sofort an die Saw-Doctors. Und dann, plötzlich, ein wenig an Tracy Chapman. Seltsame Kombination. Wem aber beides gefällt, liegt bei Skerryvore ganz bestimmt richtig.

Die Songs sind allesamt sehr radiotauglich, in mid-Tempo aufgenommen, sehr sauber eingespielt und souverän arrangiert. Zwischenrein dürfen Pipes und Quetsche schnelle Melodieparts spielen. In den Instrumentals entfalten sie ihr volles Potential, bei diesen Songs ist die CD auch am stärksten.

Das Album hat keine Tiefen, keine ausrutscher. Was auf der einen Seite natürlich ein riesen Kompliment ist, verhindert auf der anderen Seite leider Überraschungen. Viel Mut, neues zu probieren war nicht vorhanden.

Und so plätschert Skerryvore etwas dahin, man kann es wunderbar im Hintergrund laufen können. Höhepunkte sind für mich die Instrumentals, bei denen alle Energie und Gedanken in Arrangements und tolle Melodie-Linien gesteckt wurde. Etwa das langsame Gairm a’chuain. Soundtrack einer nebligen Wanderung in den Wicklow-Mountains. Dann ziehen sich die Schwaden langsam zurück und offenbaren die herrliche Landschaft, bis man dann abends zur Belohnung ein/zwei Pints in einem nicht überfüllten Pub genießen kann.

Eine Steigerung gibt’s durch das schnellere und härtere Wits End. Fantastisch. Da sprühen die Instrumente nur so vor Energie und Spielfreude. Gegen Ende wird’s wieder etwas ruhiger und poppiger, bis der Hörer mit Home To Donegal einen netten Live-Track als Bonus serviert bekommt.

Trackliste

  1. Path ToHome
  2. Simple Life
  3. Gairm A’Chuain
  4. Wits End
  5. Smile In The Stars
  6. Angry Fiddler
  7. Where Birds don’t Fly
  8. Clueless Wife
  9. Hold Me Tonight
  10. Jailhouse Jigs
  11. Good To Go
  12. Home To Donegal

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