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Skipinnish – Steer by the Stars (2019)

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Sehnsucht nach Hebriden und Highlands? Da kann Musik von Skipinnish Abhilfe schaffen. Die Acht aus dem schottischen Nordwesten vermitteln musikalisch die Zuversicht, dass schon alles irgendwie gut werden wird. Und wer kann so ein positives Gefühl nicht gut gebrauchen? Mit 62 Minuten Spielzeit gibt es zudem viel Schottland – Feeling fürs Geld.

 Die Band begeht zwar in diesem Jahr schon ihr zwanzigjähriges Bestehen, wirklich populär wurden Skipinnish aber erst mit dem vorigen Album The Seventh Wave 2017. Ein Wendepunkt war der Einstieg von Norrie McIver als Leadsänger und Gitarrist, dessen intensive Stimme den Klang der Band prägt und auch vor allzu viel Sentimentalität bewahrt.

Die aktuelle CD ist aufwendig produziert. Ein Dutzend Gäste, darunter Malcolm Jones und Brian Hurren von Runrig, erweitern die Besetzung. Entfaltet wird ein breites Instrumentenspektrum über Akkordeon, Fiddle und Keyboard hinaus. Dies  sorgt für einen satten Sound, der gleichermaßen traditionell orientiert und Mainstream kompatibel ist.

Gesungen wird auf Englisch und Gälisch. Eindrucksvoll der gälische „Rap“ Puirt. Textlich geht es oft um Maritimes, etwa den Alltag der Fischer oder die Legende von der bösen Meerjungfrau. Die Sprachbilder vom Weg über den weiten Ozean lassen sich vielfältig umdeuten. Die Lieder sind überwiegend von Gründer und Akkordeonist Angus MacPhail geschrieben. Zu den Gesangsmelodien, die vertraute Muster aufnehmen, treten gefällige Hooklines. Drums, E-Gitarre und Bass unterstützen unauffällig. Bei den Tunesets kommen bis zu vier Highland Pipes zum Einsatz.


Die Band hat sich beim Folk am Neckar als würdiger Topact gezeigt. Nicht nur trauernde „Riggies“ werden am  „Scots Trad Live Act of the Year 2017“ Gefallen finden.

Fotos: küc

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