Something Nasty in the Woodshed – In the Service of a King (2008)

„Something Nasty in the Woodshed“ ist Redewendung und Titel aus einem Film, der mit dem Grauen spielt. Ob die vier Briten mit dem Holzschuppen ihren Proberaum meinen? Es dringt jedenfalls nichts Fieses heraus, sondern solider Folkrock.

COVER1Soundmäßig geht es kraftvoll gradeaus, obwohl beim mehrstimmigen Gesang oder der Mandoline deutlich die folkigen Einflüsse zu hören sind. Mittleres Tempo, das sich auf starke Riffs und Melodien verlässt, erinnert an die englischen Altmeister von Fairport Convention.Wie diese hat SNITW keine Angst vor vielen Strophen, so kann eine Ballade auch mal sechseinhalb Minuten dauern. Drei Instrumentalsets geben Gelegenheit, sich auszuspielen. Dabei kann sich neben der E-Gitarre auch mal der Bass profilieren. Die Band hat hörbar einen Schotten an Bord, der singt und Highland Pipes spielt. Das gibt einem Song wie Ye Jacobites mehr Verbindlichkeit.

Die Tracks des 2007/08 aufgenommenen Albums mischen Traditionelles und Eigenes. Es geht um den Schiffsbau am Clyde oder das Soldatendasein. In the Service of the King ist das erste Album der Band mit voller Länge. Auf Soundcloud gibt es weitere Tracks.
Die Gruppe aus Grantham in den englischen Midlands war so freundlich, das Album jetzt auf ihrer Homepage zum kostenlosen Download bereitzustellen. Eine großzügige Geste aus der Heimatstadt der nicht gerade für ihre Spendierfreudigkeit bekannten Margaret Thatcher.

kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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