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The Clan – Here To Stay (2018)

Here To Stay – gekommen um zu bleiben, und zwar in der Spitzenliga des europäischen Folk Punk. The Clan aus Mailand bestehen erst seit 2013, legen aber bereits das dritte hochklassige Album vor. Die Band hat sich in den letzten zwei Jahren umbesetzt, was der Qualität aber keinen Abbruch tut. Das Quintett überzeugt auf allen Positionen: energiegeladene Rhythmusgruppe mit schönen Sounds und sattelfeste akustische Instrumente, dazu punk-orientierter Gesang plus wandlungsfähige Arrangements.

Los geht’s mit Pocket Money Heroes. Mit den ersten Tönen fallen sofort die Highland Pipes auf, im gleichen Moment die schönen Hooklines. Gerne werden die Instrumentalpassagen mit Who–hoo  kräftig mitgesungen. The Clan haben ein Händchen für mitreißende Gute-Laune-Songs. Erwartbar sind die genannten Einflüsse von DKM und Flogging Molly. Rat Race oder Prodigal Son sind Songs in diesem Stil, den The Clan absolut draufhaben. Sie können an der Stelle nicht mehr steigern, aber variieren. Hier kommt ihr Hang zum Ska ins Spiel, sehr deutlich bei der dritten Nummer Jail Times. Erstaunlich oft ist übrigens die Mandoline an den Hooks beteiligt, was einen „italienischen“ Touch gibt.

Erwähnenswert ist der einzige Instrumentaltitel unter den 14 Tracks. Bei Vesuvio liefern sich Whistle und Fiddle ein eruptives Duell mit drei traditionellen Jigs. Eine weitere Eigenbearbeitung ist Wayfaring Stranger, das hier als Punk-Western inszeniert wird. Auch Johnny ist eine ganz starke Nummer und wird zum Schluss nochmal auf Italienisch gesungen. Das funktioniert auch bei dem Opener sehr gut, der jetzt Rievolutione heißt.

Ein starkes Album von einer Band, die vor Spielfreude sprüht und sicher noch viel vorhat.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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