The Drunken Lazy Bastards – Born to be Drunk (2017)

Mit „Born to be Drunk“ kommt eine weitere Veröffentlichung aus Frankreich, die unbedingt eure Beachtung finden sollte. Denn „The Drunken Lazy Bastards“ zeigen hier auf 13 interessanten Songs eine große Spannbreite ihres Könnens und schaffen dabei durchaus gemischte Gefühle.Das liegt zum einen daran, das Songs wie „Unforgiven“ wie eine mittelmäßige Cash-Adaption klingen, dem gegenüber aber auch der großartige „Cursed Song“ das Potential für das Lied des Jahres hat. Aber ich greife vor.

Begonnen haben die Bastards wie so viele andere auch – nämlich an einem St. Patrick’s Day und daher haben sie sich auch erstmal an den Bekannten der Szene abgearbeitet. Doch das hat ihnen nicht gereicht und so veröffentlichten sie 2013 mit „Drink or alive“ ihr Debut. Ich muss gestehen, auf meinem Radar sind sie erst mit „Born to be Drunk“ erschienen. Ein Fehler, schließlich spielen sie eine selbstbewusste Mischung aus Folk, Rock und Country mit einem Celtic-Twist und die Qualität ist hoch. Allerdings finde ich auch, dass „Born to be Drunk“ manchmal etwas unentschieden wirkt.

Mit „Lemmy, Jimmy, Paddy and I“ startet „Born to be Drunk“ mit einem schnellen Trinklied in einem klassischen Irish-Folk-Punk Stück. Die Melodie wird von Geige und Flöte getragen. „The Mountain“ nimmt den Faden auf. Okay die erste Minute sorgt durch Gitarre und Gesang für Ruhe, aber wenn das Banjo einsetzt, geht die Party ungebremst weiter. Der erste Bruch kommt mit „The Place behind the Pines“. Eine Ballade mit einer sanft dahin plätschernden Gitarre, die zwischen den Strophen in eine orchestrale Bridge übergeht. „The Drunken Lazy Bastards“ bieten noch weitere Wendungen, so gibt es mit „Unforgiven“ und „Mother and Son“ Country-Rock Songs oder mit „On the Road again“ einen hymnischen Rocksong mit Dudelsack. Dann gibt es „The Saint“, einen durch und durch irischen Song, also das, was sich alle anderen unter irisch vorstellen. Der würde gut in eine Show oder einen Vergnügungspark passen. Wie Eingangs geschrieben, „Born to be Drunk“ ist sehr abwechslungsreich.

Und dann ist da noch der „Cursed Song“. Eine wahre Bombe! Das Banjo spielt einen catchy Tune und Max beginnt mit der Frage, wie oft er diesen Song singen muss. Die restliche Instrumentierung setzt mit Druck ein. Dabei wiederholen sich Geige, Gitarre, Akkordeon und Schlagzeug immer wieder. Das ganze wirkt wie ein gesampelter Loop, getrieben durch das Banjo. Dazwischen die sich immer wiederholenden gleichen Verse – Strophe und Hook nicht wirklich zu unterscheiden. Break. Acapellagesang. Mehrstimmig sich steigernd. Break. Banjo. Dann volles Programm. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass die Kinder den Song lieben, der ältere sogar lauthals mitsingt – und sogar die richtigen Wörter benutzt. Nein, das wirklich Bemerkenswerte ist, dass sogar Simone etwas widerwillig eingeräumt hat, das der „Cursed Song“ ein guter Song ist. Wie sagt man in der Mathematik? Eineindeutig!

Das Album solltet ihr auf jeden Fall auschecken und wenn es nur für den „Cursed Song“ ist. Ach nein, ihr werdet noch mehr gute Songs darauf finden.

Weitere Infos und Merch findet ihr hier.

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