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The Greenland Whalefishers – Based on a true Story (2019)

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Zum 25-jährigen Band-Bestehen beschenken die Norweger sich und uns mit einem hochklassigen Album, das ihre internationale Reputation nachdrücklich unterstreicht.

Die Acht aus Bergen haben einen Bandsound entwickelt, der auch bei stilistischen Wechseln wiedererkennbar ist. Was ihnen immer wieder Vergleiche mit den Pogues einbringt, ist die Stimme ihres Frontmannes, der den rebellischen Underdog bestens verkörpert.

Die Besetzung:  
Arvid Grov – vocals
Ronny Terum – mandolin, banjo and bouzouki
Alexander Bjotveit – guitar, vocals
Jon Erik Kvåle Øien – electric guitar
Agnes Skollevoll – tin-whistle, vocals
 Odin Døssland – fiddle
Ørjan Eikeland Risan – drums
Atle-Hjørn Øien – bass

Zum Punk als Grundlage gibt es einige Ausflüge in die britische Rockgeschichte; pompös a la Britpop beim Opener Over  oder lebhaft mit dem Ska-lastigen K Says. Beim abschließenden Riverside geht der Gitarrensound ins Westernartige. Über der Rhythmusgruppe schwebt stets die klare, hallgestützte Whistle, was vielen Songs etwas Hymnisches verleiht. Die lange Erfahrung macht sich in den schlüssigen Arrangements der elf Titel bemerkbar. Innerhalb der Stücke wird vergleichsweise wenig variiert, so dass der Sound immer druckvoll und kompakt bleibt. 

Textlich gibt es keine historischen Reminiszenzen oder Fantasiewelten. Wenn der Titel stimmt, (alle Songs sind ja selbst geschrieben), ist es nicht lustig, ein mittelalter Norweger in der Provinz zu sein. Beziehungen lassen sich nur mit Darkness und Bad Match beschreiben,  mit  dem Feiern klappt es nicht so recht (The Party), Alkohol und Drogen bieten keinen Ausweg, und überhaupt scheint sich alles gegen einen verschworen zu haben.  Wenn dann doch Stimmung aufkommt, kann das nur heißen – als Musiker lässt man sich nicht unterkriegen…

Ich denke, dass Based on a true Story in einigen “Best of 2019” – Listen zum Jahresende auftauchen wird.

Das Album erscheint auch auf Vinyl. Die Texte sind im Booklet nachzulesen.

Titelbild: Lars Kristian Steen

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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