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Tide Lines – Dreams We Never Lost (2017)

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Wer Runrig liebt, wird auch Tide Lines mögen. Das Quartett aus dem schottischen Nordwesten setzt auf vertraute Klänge und eine großen Portion Gefühl. Obwohl es sich um ihr Debüt handelt, klingen Tide Lines sehr professionell, und sie haben offensichtlich den internationalen Markt im Blick.

Das Material stammt überwiegend von Frontmann Robert Robertson, der eine unverkennbare Stimme besitzt. Alle Mitglieder sind Multi- Instrumentalisten, so dass die Bandbreite größer ist als bei vier Leuten vermutet. Die akustischen Instrumente, außer den Pipes sind es Akkordeon und Whistles, werden eher sparsam eingesetzt. Der breite Wohlfühl-Sound wird von Keyboards und Synthie geprägt. Bei den gefälligen Arrangements halten sich die Gitarren  zurück. Man will niemand mit wildem Rock verschrecken. Dagegen gibt es wie bei den großen Vorbildern einen Trend zum Hymnischen und Mitsingbaren.

 Die englischsprachigen Songs machen einen rückwärtsgewandten Eindruck und gehen stark ins Sentimentale. Mit gängigen Metaphern beschreiben sie eine persönliche Befindlichkeit, wobei der Bezug zur sozialen Realität des 21. Jahrhunderts vermieden wird. Zwei gälische Lieder unterstreichen die Highland- Romantik. Melodisch und harmonisch ist alles ist sehr eingängig, man hat oft das Gefühl, den Song schon zu kennen. Unerwartet kommen höchstens die Blechbläser zum Karibik-Beat bei Midnight Sun.

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Die erst 2016 gegründete Band ist offenbar schon recht erfolgreich und spielt im Sommer auf vielen Festivals, überwiegend in den Highlands. Im kommenden Jahr ist eine Deutschlandtour geplant.

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