Tir Nan Og ~ Bitter Brew (2012)

 

Tir Nan Og - Bitter Brew CoverWer sehnt sich nicht nach einer Reise ins „Land der ewigen Jugend“? Die Folkrocker Tir Nan Og nehmen ihre Hörer mit auf einen kleinen Ausflug in dieses Land. Sie erzählen Geschichten über die Liebe, das Leben, den Alkohol und die Freundschaft. Nach der Debüt – CD, „After Work“, die im Februar 2010 veröffentlicht wurde, ist seit 13. April die neue Platte der Folkrocker erhältlich: „Bitter Brew“.

Der Bandname Tir Nan Og, oder auch Tir Na nòg, stammt aus dem Gälischen und bezeichnet eine Art irischen Himmel: das Land der ewigen Jugend. Die deutsche Irish – Folkrockband wurde schon 2002 in Eichstätt gegründet – in der heutigen Besetzung sorgten sie seit 2010 für Gute-Laune-Folk. Musikalisch bewegt sich die Band seit ihrer Anfangszeit zwischen traditioneller Folkmusik und modernen Einflüssen aus der Punk- und Speedfolk – Szene.

Schon mit dem Opener „Johnny Cope“, einem schottischen Traditional, verstehen es die fünf Musiker Volker Katzki (Schlagzeug), Robert Meyer (Gitarre, Leadgesang), Joachim Fink (Bass), Matthias Pracht (Geige) und Carina Lehmeier (Flöten, Percussion, Gesang) den Hörer ganz für sich einzunehmen: Flotte, tanzbare Rhythmen folgen auch mit den beiden Traditionals „Botany Bay“ und „Donald McGillavrey“.

Tir Nan Og 2012
Bandfoto Tir Nan Og

„Eine der entscheidendsten Veränderungen von ‚After Work‘ zu ‚Bitter Brew‘ hängt mit unserem letzten Neuzugang in der Band zusammen“, sagt Robert Meyer. „Matze, unser neuer Geiger, der seit Juni 2010 dabei ist, spielt einen ganz anderen Stil als unsere vorherige Geigerin – insgesamt sind wir etwas rockiger und rauer geworden, und meiner Meinung nach auch folkiger.“ Die fünf Musiker versuchen immer wieder neue, auch unkonventionelle Ideen in ihre Songs einzubringen, was ihnen auch wunderbar gelingt, zum Beispiel bei „Donald Where’s Your Troosers“, bei dem sie sich am Hip-Hop bedienen.

 

Neben weiteren stimmungsvoll interpretierten Traditionals wie „Rocky Road To Dublin“ oder „Queen Of Argyll“ finden sich auf der neuen Platte der Bayern auch Eigenkreationen, die sich sowohl lyrisch als auch musikalisch ganz und gar nicht verstecken müssen. „Jeffrey’s Inn“, inspiriert von der gleichnamigen Taverne oder den berührenden Song „Golden Paths“ mit der Titelnummer elf, ein melancholisch-tiefgründiges Lied über die Freundschaft, bei dem man den irischen Wind riechen kann, wenn man die Augen schließt. Der Titelsong, „Bitter Brew“, der einen echten Ohrwurmfaktor aufweist, entstand als Reaktion auf die Kurzgeschichte „Das Haus des Lebens“ aus dem Buch „Trauerheilung“ von Claudia Cardinal:

Welcome to this party, what a nice costume you wear

Are you sure that you want it, are you sure this decision to bear?

On this big party in the house of life, where’s no need for a rest

Don’t forget yourself to shine, do you think, it’s really the best?

Als kleines Sahnehäubchen legen Tir Nan Og den Studioaufnahmen noch drei Livesongs drauf. Aufgenommen im Jahr 2011 in Dinkelsbühl und in Abtwil (CH) machen „Mermaid“, „Paddy Lay Back“ sowie das Luna Luna-Cover „Wenn ich tot bin“ definitiv Lust auf mehr, zum Beispiel auf ein Konzert im Juli am Irish Summer in Wertingen, wo die fünf Musiker an beiden Tagen vertreten sein werden.

Anspieltipps: Johnny Cope, Botany Bay, Bitter Brew, Jeffrey’s Inn, Golden Paths

Trackliste:

  1. Johnny Cope
  2. Botany Bay
  3. Donald McGillavrey
  4. Bitter Brew
  5. Bonnie Ship The Diamond
  6. Jeffrey’s Inn
  7. Running
  8. Rocky Road To Dublin
  9. Donald Where’s Your Troosers
  10. Queen Of Argyll
  11. Golden Paths
  12. The Mermaid
  13. Paddy Lay Back
  14. Wenn ich tot bin (Luna Luna)

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shutupanddance

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