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Broom Bezzums – Interview zur Winter Carol Tour 2018

Anlässlich ihrer Christmas Carol Tour habe ich Andrew Cadie (AC) und Mark Bloomer (MB) ein paar Fragen gestellt. Beide leben als gebürtige Engländer in Deutschland und sind als Duo Broom Bezzums eine feste Größe in der Folkszene.

An welche Erlebnisse zur englischen Weihnachtszeit denkt ihr besonders gern zurück?

AC— An die Pubs – auch als Kind! Wirklich alle sind im Pub, die Stimmung ist sehr fröhlich und wenn man singt, singen alle mit!

MB— Parties!! Gesellschaft mit Familie und Freunden und der Gelegenheit zu Feiern.

Ihr habt beide sicher schon viele Weihnachtsfeiertage mit euren Familien in Deutschland verbracht. Ist die Einstellung zu Weihnachten in Deutschland anders? 

AC – In Deutschland scheint es mehr familien-orientiert zu sein. Das ist natürlich auch schön, aber vielleicht schwierig für Leute ohne Familie.

MB – Klar. Dass man am Heiligen Abend die Geschenke öffnet, habe ich immer komisch gefunden und das Christkind ist ein andere Geschichte als die, die ich kenne. Dann habe ich es zweimal gemacht mit meinen eigenen Kindern, Deutsche Weihnachten am Heiligen Abend und English Xmas am ersten Weihnachtstag.

Welche englischen Weihnachtsbräuche möchtet ihr dem Publikum auf eurer Winter Carol – Tour näherbringen?

AC – Wassailing und Carol Singing! Da gehen eine Menge Leute von Tür zu Tür, klingeln und singen. Dafür bekommt man Glühwein, Mince Pies, Geld für Wohlfahrts-Organisationen und gute Grüße für das neue Jahr.

Eileen Healy aus Irland ist mit euch auf Tour. Wie sieht es dort mit Weihnachtsbräuchen aus?

AC – Keine Ahnung!      MB – Nass! :-)

Es wird ja mit Recht über die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes geklagt. Gibt es das gelebte Brauchtum in England noch?

AC – In England ist es auch sehr kommerziell. Aber es gibt schon Leute, die die alten Bräuche pflegen. Das machen sie aber eher untereinander und bekommt man es nicht immer mit. In Sheffield werden die Carols, statt in der Kirche im Pub gesungen. Es gibt rauere Versionen davon, mit viel Harmoniegesang und viel Bier. Am Feiertag wird gefeiert!

Es ist ja nicht eure erste Winter Carol – Tour. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

AC – Das Leute wie wir, die diese unendliche Standard-Weihnachtsgedudel nicht mehr hören können…immer die gleichen Lieder, immer so viel Kitsch….sich freuen, was anderes zu hören und die Wintersonnenwende irgendwie anders zu feiern. Wir sind beide nicht religiös, aber diese Botschaft von Nächstenliebe in den kalten Monaten ist die gleiche. Das passt gut zusammen. Wir spielen das Programm auch in Kirchen, ohne dass sie uns rausschmeißen wollen.

MB – Es ist schöne mit einem Thema unterwegs zu sein und mal cool auch was anderes zu spielen, da gibt es ein paar Lieblingsstücke die ich so gerne singe, “Crow on the Cradle” zum Beispiel, da kriege ich Gelegenheit das zu singen.

Auf eurer CD Winterman von 2012 bekommt man einen Eindruck von eurem Programm. Wird es eine weitere Winter-CD geben?

AC – Erstmal nicht. Wir haben in 2017 das Album aktualisiert mit Liedern von der 2013 Round the Houses EP und mit “Blessing”, ein Lied zusammen mit Eileen. Aber momentan haben wir so viele andere Ideen! Wir wollen nächstes Jahr eine Live-Konzert DVD und CD machen. Irgendwann danach haben wir vor, ein neues Album mit neuen Liedern aufzunehmen, die wir gerade schreiben.

MB – Das weiß ich nicht! Es ist bestimmt nicht auszuschließen. Lieben Dank. Mark.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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