Mickey Rickshaw – Behind the Eight Ball (2016)

Das Ende des Jahres nähert sich und die Nominierung des Albums des Jahres auf Celtic-Rock.de steht ins Haus. Da kommt kurz vor Schluss noch ein Album ins Haus geflattert, das meiner Meinung nach unbedingt in die Nominiertenliste gehört. „Behind the Eight Ball“ der Bostoner Celtic-Punk Band Mickey Rickshaw ist das zweite Album, dass die Jungs in Eigenregie auf die Celtic-Punk Gemeinde loslassen und das Echo ist durch die Bank positiv. Es ist wohl nicht vermessen, wenn ich sage, dass Mickey Rickshaw in die Fußstapfen der Dropkick Murphys treten und diese nicht zu groß sind. Zwar ist die Basis von DKM eher im Hardcore zu verorten und die Rickshaws im Punk, aber Energie, Tempo und Liebe zum Detail haben beide Bands verinnerlicht. Kein Wunder das „Behind the Eight Ball“ innerhalb einer halben Stunde elf Songs vereint, wovon neun durch die eigene Feder entstanden sind. Es gibt kein besseres Argument für den Rausch der entsteht, als die Geschwindigkeit mit der die Platte ans Ende kommt. Zeit zum Wundern bleibt nur kurz. Das Bedürfnis mehr zu hören ist zu groß. Also auf Play gedrückt und nochmal von vorn! Und nochmal von vorn! Und nochmal von vorn!

Der Opener der Platte macht deutlich, warum die Platte so gut ist: auf der einen Seite stehen Gitarre und Schlagzeug, die das Punkbett stellen in das sich die Folkinstrumente betten ohne darin unterzugehen. Die Songs sind durch die Bank gut abgemischt, sodass allen Komponenten Rechnung getragen wird. Sei es der Sänger, die Quetsche oder das Schlagzeug: alle Instrumente haben ihren Platz und sind trotz der Komplexität der Songs gut heraus zu hören. Auch eine Stärke, die vielen unabhängig produzierten Werken anderer Bands abgeht.

Mickey Rickshaw ist eine Band, die man auf dem Schirm haben muss und ihr könnt euch ein eigenes Bild davon machen. Vom 03.01. bis zum 05.01.2017 machen die Bostoner Station in Deutschland. Es stehen noch nicht alle Termine fest, aber am 05.01. geben sie ein Akustikkonzert im Notenschlüssel in Leverkusen. Auch ein weiteres Indiz für die Vielfältigkeit von Mickey Rickshaw. Ihre Alben könnt ihr übrigens über ihre Seite und über Bandcamp herunterladen.

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