Rock der eher ruhigeren Sorte. Poppig, langsam. Ab und zu sphärisch, selten treibend. Keine großen Instrumental-Spielereien, mal ein Dudelsack, viel Gejamme und Solire im Jazz- und Rockbereich zwischen E-Gitarre, Schlagzeug und Bass. Eine gute Portion Blues.
Die Schnittmenge zwischen Brieg Guerveno und Celtic Rock sind nicht überdeutlich ausgeprägt aber vorhanden: bretonischer Gesang und ebenso inspirierte Folk-Elemente. Erinnert zum Teil an den bretonischen Barden Dom Duff, auch wenn die 10 Stücke auf Noziou/Deiou (= Nächte/Tage) weit weniger experimentell sind. Die etwas nölige Stimme ist ebenso gewöhnungsbedürftig wie Dom Duffs. Vielleicht liegts tatsächlich am bretonischen.

Tri Yann sind schon ein Phänomen. 2011 können sie ihr 40-jähriges (!!) Bühnenjubiläum feiern. Neben dem Harfenspieler Alain Stivell gehören sie mit über drei Mio. verkauften Alben zu den erfolgreichsten Musikern der Bretagne. Aus den drei Jean’s (bretonisch Yann) ist eine achtköpfige Band geworden, die sich anscheinend immer wieder neu erfindet.