The Guntys – Punk Rock Debauchery (2012)

lAuch ich schließe mich daniels an. Manchmal kommen einem Sachen auf den Tisch, die nicht offensichtlich in die celtic Ecke gehören. Auch wenn sich Bands selbst in dieser Ecke sehen. So ging es mir mit den Guntys aus Abertillery. Zwar gibt es auf youtube eine Version vom Wild Rover mit einem netten Akkordeon, aber das gibt es von Klaus und Klaus auch. Auf ihrer Veröffentlichung habe ich dann solche Anleihen vergeblich gesucht – denn sie sind nicht offensichtlich.

Es handelt sich bei Punk Rock Debauchery um ein Demo und das wird sofort klar: eine Reise zurück in die Vergangenheit. Wie zu besten Schulzeiten ist die Qualität der Aufnahme mittelmäßig. Ich betone aber das es hier um die Aufnahme und nicht um die Musik als solche geht. Daher schnell das Ganze nachgeregelt und dann funktioniert es auch schon. Zu hören bekommt man acht Tracks lang guten Punk. Die Texte drehen sich um die genretypischen Themen und werden für Punk abwechslungsreich präsentiert.

Bleibt also immer noch die Frage, wo der Link zu celtic ist. Nun, hier ist der Sänger nicht ganz unbeteiligt. Er legt zwei Seiten an den Tag, die eine perfekte Verbindung schaffen. Auf der einen Seite ist seine Stimme dreckig und ranzig – ganz so wie es sich für Punk gehört, auf der anderen Seite singt er sehr melodiös und bringt so alt bekannte Melodien in den Songs unter und agiert so als eine Art zusätzliches Instrument. Im Punk nicht unbedingt zu erwarten. Wer also von der Harmonie der irischen Weisen genug hat und eine Pause möchte, wer dringend nach einem unangenehmen Gespräch oder Erlebnis Aggressionen abbauen möchte, der sollte hier reinhören. The Guntys liefern handwerklich gut gemachten Punk mit interessanten Celticanleihen.

Trackliste

  1. Punk Rock Debauchery
  2. Nanny State
  3. Street Mosh
  4. Dan Thomas
  5. Tick Tick
  6. Stag Night
  7. Killing Me with a Spoon
  8. Dog shit

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