Musikpiraten, Agent Dürer, Sissi, Mozart, Freud und ein heiliger Affe: Nein dieses Album haben wir nicht als Aprilscherz nominiert, sondern wegen Andersartigkeit, Vielseitigkeit und einer wunderbaren Portion Ironie und Spott. Weitere Hintergründe erfahrt ihr morgen im Interview mit Toni, seines Zeichens gute Seele der Band.
Seit über zehn Jahren treiben Living Lâche ihr Unwesen im musikalischen Untergrund der Republik Österreich. Denn dort, fernab von Majorlabels und Chartplatzierungen, ist die künstlerische Freiheit für sie immer noch am größten – und die ist den Folkanarchisten heilig!
Die österreichischen Rumpel- und Anarcho-Folker von Living Lâche habens mal wieder getan. Ihr achtes Studioalbum liegt vor: This Is Radio Living Lâche. Beachtlich, wie treu sich die Band bliebt – und wie marginal die Professionalisierung in all den Jahren ausgefallen ist. Der aufmerksame Zuhörer schmeckt einmal mehr echtes subkulturelles Herzblut.
Wie gut, dass es solche Bands auch in der Folk-Szene gibt. Living Lâche sind die Komiker, die Garagen-Punks, die Kreativen und Unabhängigen der Celtic-Folk-Szene. Das Paket, das man angeblich nicht herunterspülen kann (die Redaktion hat den Test NICHT gemacht!) besteht aus zwei 10-Track Alben im Papp-Schuber aus den Jahren 2007 („Living Lâche and other typical pub situations“) und 2008 („Unflushable – Young, hot and police power!“.