
Bei einem Doppelalbum, das es mit 39 Titeln auf eine Länge von 144 Minuten bringt, gilt es exorbitante Erwartungen zu erfüllen, um nicht zu langweilen, will man als Urheber mehr als einen Soundtrack zur heimischen Ordnungsbewältigung schreiben – und dies sei dem medial als „new king of the Celts“ inszenierten Vielinstrumentalisten unterstellt. Dass sich Carlos Núñez nicht selbst die Prädikate zuweist, sondern diese Zuweisung durch eine außenstehende Instanz erfolgt, kleidet den „Jimmy Hendrix of the bagpipes“ in wohlfeile Bescheidenheit. Dass dies in Zeiten selbstüberschätzender Superlative nicht immer so ist, bewies vor kurzem GOD.
Nach einer Unplugged-CD, haben „Garden of delight“ rund um Sänger und Songwriter Michael Jung mit dem Studioalbum „Celtic Shadows“ wieder ein energiegeladenes Potpourri der Musikstile abegeliefert. Neben irischen Klängen sind z.B. auch Reggaes wie „I don’t wanna loose you“ oder „The White Lady“, die Sommerstimmung verbreiten, oder das orientalisch anmutende „god and the crown“ vertreten.
„See you on the Battlefield, damn!“