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The Rapparees ~ Wrapped Up (2011)

Es gibt Neuigkeiten von den fünf Belfastern. Mit Wrapped Up legen sie zwei Jahre nach dem ersten Silberling 14 Titel nach, die nach dem Erstling Clarity in tiefere, stilistische Fahrwasser führen. Für Coverfetischisten und Freunde schrägen Humors ist die optische Aufmachung von Wrapped Up ein Bonbon in der oftmals drögen, folkloristischen Landschaft. Eingekleidet in Pack- und Präsentpapier, dazu geschenkbändlich mit gelben Baustellenwarnband umwunden, präsentieren sich Gitarristen, Bassist und Banjospieler als mimisches Kuriosum. Einzig der Geiger, mit rotem Papier und zwergenähnlicher Kappe angetan, springt aus diesem Gesampaket hervor und stellt auf das musische Innenleben ein. Das Gesamte Cover ist einmalig schräg und macht die den Hörer schon im Vornherein eingenommen. Auf der Rückseite findet sich, die Fantasie anregend, das vom Körper gerissene Papier … Wer also Lust auf einen optischen Einstieg in das chaotische Treiben der fünf Musiker hat, schaue sich das Promovideo an:

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Uiscedwr ~ Fish Cat Door (2009)

Eine der, nach eigenen Angaben, „aufregendsten, zeitgenössischen britischen Bands“ mit dem Namen Uiscedwr veröffentlichte 2009 das Album Fish Cat Door. Say What you See und verhilft damit  all jenen, die Problem mit der Aussprache des Bandnamenwusts haben, zu einer Piktogrammerläuterung zur Klärung der lautlichen Zweifel. Man nehme also das erste Wort Fish und streiche das F, Ergänze es um ein at des Bildes Cat und addiere Door und schon hat man die Aussprache: ishcadoor.

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Trailhead ~ The Road to Salamanca (2009)

Obschon weder Titel, noch graphische Aufmachung oder Sound es vermuten lassen, handelt es sich bei Trailhead um den Berliner Tobias Panwitz, der 2009 sein erstes Album auflegte: The Road to Salamanca. Nach einem Jahrzehnt des Weltreisens kehrte Panwitz zurück nach Berlin und eröffnet mit seinem Silberling eine musische Marschrichtung, die erklärtermaßen zwischen den Beatles, Neil Young, Crowded House und vor allem seinen zahlreichen Begegnungen und Impressionen von einem freien und ungebundenen Leben ihren Weg in den Gehörgang sucht.

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SieGra ~ Memories of the Stone (2010)

Die im 17. Jahrhundert entstandene Synagoge in Wlodawa – an der Grenze zu Polen, Weißrussland und der Ukraine –  inspirierte die drei Musiker von SieGra, die nur bei einem Titel gastmusisch unterstützt wurden, zur Produktion des Albums Memories of the Stone. Nach eigenen Angaben war dabei die in der Synagoge spürbare Intimität und Einheit von Vergangenheit und Gegenwart ein maßgeblicher Ansporn.

Um mit offenen Karten zu spielen, sei gesagt, dass Freunde des typisch-okzidentalen Folks und seinen zumeist offbeat- und rifflastigen Unterarten, bei dem 19-titligen Silberling wenig Freude haben dürften, wenn sie musisch borniert an Memories of the Stone gehen.

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The Mahones ~ The Black Irish (2011)

Seit 20 Jahren folken sich The Mahones über Kanada in die Welt und in die Herzen der offbeat- und punkfreudigen  Herzen des globalen Tanzfolks – und ziehen mit ihrem nunmehr sechsten Album The Black Irish ordentlich nach. Nach eigenen Angaben mäandert ihr Stil, ein folkiger Punksound mit keltischen Elementen, zwischen den Pogues, den Dubliners, The Clash und The Replacement – und ist dabei betont weniger punkig als der rüde Sound von Dropkick Murphys. Gemäß dieser stilistischen Verortung kommt auch das Cover, ein von rot-schwarzen Flecken umsäumtes Keltenkreuz, daher.

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Rawlins Cross ~ Heart · Head · Hands (2010)

Nach zwölf Jahren studioalben’scher Abstinenz legten die sechs kanadischen Herren von Rawlins Cross 2010 den lang ersehnten Silberling auf. Dass selbst ein Format wie Warner Music nicht in jedem Fall für ein ansprechendes Äußeres verbürgt, zeigt die Vielzahl nichtssagender Cover der jüngsten Jahre. Das Album „Heart Head Hands“ wartet indes mit einem ansprechendem und durchkomponierten Gewand auf, dass sich, gemäß dem Titel des Albums, betont holzverarbeitend gibt.

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Dizzy Spell ~ An Nollaig (2010)

Kaum viertelstündig und damit viel zu kurz schleicht sich der neue Silberling von Dizzy Spell in das Gemüt weihnachtlich-gesinnter Folkfreunde. „An Nollaig – Irische Weihnacht“ heißt der fünftitelige Silberling der Schwindelbeanfallten und führt damit den gewählten Namen ad absurdum. In gewohnt eingängiger Melodik heimeln die zwei Damen und zwei Herren – der Silberling wurde gastmusisch um einen Kontrabassisten bereichert – den Hörer an und entführen ihn nicht nur gen Irland, sondern auch unter den christkindlichen Tannenbaum.

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Runrig ~ 50 Great Songs (2010)

Wenn über drei Jahrzehnte musischer Erfolgsgeschichte in ein gigantisches Resümee münden, verdient dieses Produkt beinahe folgelogisch das Prädikat „Album des Monats“. Im Oktober 2010 veröffentlichten die sechs Schotten das Album „50 Great Songs“, ein Konglomerat und Höhepunkt auf drei CDs und einer DVD. Das sind also 50 Titel in Radio-, Album- und Live-Versionen. Als weiteres Bonbon wartet der Vierfachsilberling mit weiteren elf Titeln für das live-verwöhnte Auge auf.

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Revelling crooks ~ Speedfolk Live (2009)

Revelling crooks, zu Deutsch die zechenden Halsabschneider, zelebrieren einen musikalischen Multikulturalismus, der zwischen Ost und West, Nord und Süd, zwischen wohlfeilem Alten und innovativem Neuem zum Tanzen einlädt. Gleich den blues brothers (“we’re on a mission from god”) befinden sich die Offbeat-wütigen Schurken auf einer gleichsam messianischen Mission gegen die Grundfesten der hörgenüsslichen Borniertheit. Und nebenbei fällt auch noch ein „Tanzt! Tanzt, Tanzt! Dance, you bloody bastards!“ ab.

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Jamie McClennan ~ in transit (2009)

Sich selbst als Performer, Lehrer, Graphiker, Fiddler, Komponist und leidenschaftlicher Kaffee-Fanatiker deklarierend, muss der Neuseeländer Jamie McClennan dem umfänglichen Fundus an Selbstdarstellungen gerecht werden. Sein 2009 erschienenes Album in transit steht vor obgenannter Herausforderung.

Die goldenen Hände und kreative Stirn des Graphikers kann man dem Viel- bzw. Alleskönner zweifelsfrei bescheinigen. Gleich dem dargebotenen musischen Gehalt präsentiert sich das Album in äußerst ansprechender Fassade. Zwischen zwei nahen Wänden über freiem Flur knieend zeigt sich McClennan in einmal mehr verträumter Geigerpose.

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