Keltic Festival Hohenlimburg 2014 Freitag

Schottland stand im Mittelpunkt des Eröffnungstags beim 3. Keltic Festivals Hohenlimburg. Das lag natürlich auch an der Eröffnung mit den 1st Sauerland Pipes and Drums. Mehrere Musiker outeten sich als Fans von Runrig, deren Songs immer gut ankamen. Bardic eröffneten gewohnt spannungsreich. Die Sängerin von Skye aus Hohenlimburg hatte sicher die schönste Stimme des Tages. Georg Kaiser war in den Umbaupausen erstmals dabei. Die beiden Irish Colleens zeigten Ambitionen, das Reich des irischen Tanzes zugunsten der großen Showwelt zu verlassen.

Scotch 4 ist eine international gemischte Gruppierung um den Songwriter Craig Herbertson, die unerwartet rockig auftrat. Neben der erfolgreichen Hymne Hearts of Glory gab es ein All Along the Watchtower auf der E-Geige, das sprachlos machte. Dazu kamen viele Tanzeinlagen. Scotch 4 legten es nicht darauf ab, Stimmung zu machen. Hier wäre mit Ansprache des Publikums mehr möglich gewesen. Organisator Rick Field versprach ein Wiedersehen mit der Band bei einem zukünftigen Festival. Er dürfte mit der Besucherzahl von 1000 Personen erst einmal zufrieden gewesen sein. Die Wolken hatten sich im Lauf des Nachmittags verzogen, so dass man die Dämmerung über dem Lennetal genießen konnte.

Als Topact des Tages kam die Paul McKenna Band auf die Bühne. Die intensive Stimme und der Drive der Instrumente waren leider von einem basslastig-hallig eingestellten Sound betroffen. Bei allen Vorbands war der Sound gut gewesen. Die Besucher konnten sich davon überzeugen, dass die Ansage „beste traditionelle Band aus Schottland“ nicht aus der Luft gegriffen war. Samstag ging’s weiter.

Homepage Fotos: Marc D.

kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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4 Gedanken zu “Keltic Festival Hohenlimburg 2014 Freitag

  1. Dem Artikel kann ich im Grossen und Ganzen zustimmen, es war ein gelungener Festivaltag mit vier Bands, die trotz aller Unterschiede eins geeint hat: sie waren gut drauf und haben alles gegeben, das Publikum zu bespassen, das ebenso gut drauf war.
    Zur Paul McKenna Band muss ich allerdings etwas anmerken: der Sound war für Frau Kuec L. Cottage vielleicht auch deshalb anders als bei den anderen Bands, weil sie da viel weiter vorn gestanden hat.
    Entgegen landläufiger Meinung ist nämlich weiter vorn zwar ein intensiveres Live-Erlebnis und natürlich auch eine bessere Stimmung im „Pogo-Fünftel“ der Zuschauermenge, aber leider so gut wie immer verbunden mit einem deutlich schlechteren Sound bei solch grossen PA-Anlagen wie der auf dem Festival.
    Ich will jetzt hier keine akustisch-physikalischen Abhandlungen machen, aber verstärkte Tonwellen in dieser Dichte und mit unterschiedlichen, breit gestreuten Frequenzen ganz unterschiedlicher Instrumente, brauchen einfach eine gewisse Strecke, ehe sie ein harmonisches „Klangbild“ abgeben ;-)
    Weiter hinten, idealerweise ab etwa FOH, sollte einem als angenehm zu empfindenden Sound nix mehr im Wege stehen…………
    BTW: selbst vom Bahnhof aus, als wir aus dem Shuttlebus stiegen, war die Band noch recht deutlich zu hören, und das in einer guten Klangqualität.

  2. Nöö, das hab‘ ich wohl schon noch gesehen, bevor ich abgehauen bin…………
    Viel mehr als die letzten drei, vier Stücke (plus Zugabe) werden wir wohl nicht verpasst haben, aber irgendwann hätten wir ja eh‘ gehen müssen, und dann lieber nicht, wenn alle Anderen auch gehen und man in der schwülen Hitze stundenlang in einer endlosen Buswarteschlange stehen muss ;-)
    So war es noch quasi ein letzter musikalischer Gruss von oben, ehe wir uns ins Auto gesetzt haben…………. und erstmal die frisch erstandene CD der gerade noch live gehörten Band haben laufen lassen ;-)

  3. Ich liebe den traditionellen Freitag, Musik zum geniessen. Naja, geniessen ist als Mitveranstalter ziemlich schwierig, aber ich werde mir alle Bands in nächster zeit immer wieder gerne anhören und anschauen. Auf jeden Fall ein super Artikel. Vielen lieben Dank dafür :-)

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