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Rusty Shackle – Dusk (2017)

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Rusty Shackle sind eine erfolgreiche Festivalband mit großem Potential und mit ihrem „Folk Roots’n Roll“ auch bei uns unterwegs. Dusk ist das dritte Album des 2010 gegründeten Quintetts, das jedes Mal die Top 3 der i-tunes Singer/Songwriter-Charts geschafft hat. Stilistisch lassen sich die Fünf aus Wales nicht so leicht festlegen. Sie selbst kategorisieren sich als Indie Rock, aber es ist untergründig eine gute Portion Folk enthalten.

 Der Opener When the Morning Comes ist gleich ein Mainstream- tauglicher Knaller, und mit Heart of the Storm geht es mit voller Power weiter. Man darf sichbei eingängigen Melodien und Hooklines an die besten Zeiten des Pop britischer Prägung erinnern. Bei Last Stop on the Line tauchen mit Chorgesang und Banjo erstmal folkigere Elemente auf. Rusty Shackle schieben gern mal unerwartet eine a cappella – Strophe, einen Jig oder einen Walzer ein. Als sich die Band bei Lonely Lighthouse Life eine Atempause gönnt, treten Fiddle und akustische Gitarre in den Vordergrund und schaffen es mühelos, den Song zu tragen. Die Bezeichnung Songwriter-Pop würde speziell auf das hymnische Schlussstück Elliðaey Island zutreffen, das mit Piano und Cello aufwartet.

Der Einfallsreichtum bei gleichzeitiger Stilsicherheit hebt Rusty Shackle aus der Reihe ihrer Kollegen heraus. An Einflüssen nennen sie Seth Lakeman, Bruce Springstreen, aber auch Tom Waits. Ich würde noch Chumbawamba hinzufügen, die ähnlich chamäleonartige Fähigkeiten besaßen. Diese Vielseitigkeit, die dem unmittelbaren Wiedererkennungswert entgegensteht, ist wohl das einzige „Manko“ auf dem Weg nach ganz oben. Beim Folk am Neckar im August werden Rusty Shackle garantiert neue Fans gewinnen.

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