Zwei Bäume, dazwischen ein Mann mit Händen in den Taschen, der seinen Hund beobachtet, auf der Rückseite ein menschlicher Schatten vor einem riesigen Dolmen, das ist das CD-Cover von Todd Menton`s „The Dolmen Field“. Irgendeine esoterische Musik schoss es mir zuerst durch den Kopf, und machte mich erst einmal auf die Suche im weltweiten Netz nach diesem Todd Menton, der mir kein Begriff war. „Traditional Irish and Original Tunes and Songs“ so stellt er seine Musik auf seiner Homepage vor.
X-Archiv bis 2013
Bad Penny – Return to the G-Man (2006)
Bad Penny ist eine Rory Gallagher Tribute Band…
…und auch wieder nicht.
Bad Penny hat einen hohen Output…
…und auch wieder nicht.
Das genaue Gründungsjahr von Bad Penny ist nach eigener Aussage nicht genau bekannt, liegt aber um 1996 herum. Und gestartet sind sie eben als Rory Gallagher Tribute Band. Daher leitet sich der Name Bad Penny und auch der Titel „Return to the G-Man“ ab. Die Songs spielen sie aber in einem ihnen eigenen Sound, den sie über die Zeit weiter entwickelten. Die Folkkomponente wurde immer weiter ausgebaut, allerdings ohne den Blues-Rock als Basis zu verlassen. Und genau das macht die Musik interessant. Als ich die CDs, und hier komme ich noch mal später drauf zurück, das erste mal durchgehört habe, fiel diese Kombination direkt auf und mein erster Gedanke war: die Leadgitarre wurde durch ein Akkordeon ersetzt. Das stimmt zwar nicht direkt, aber selten habe ich eine Band gehört, die das Akkordeon so in den Vordergrund stellt.
Svenja ~ Give Me Attention ~ live (2011)
Wenn ein Künstler eine live CD einspielt, nur mit seiner Stimme und Instrument, ohne großes Drumherum, ist es schon ein kleines Wagnis. Das kann dann schnell zur Lagerfeuermusik mutieren und ein Schuss in den Ofen werden. Viele Künstler sind an solchen Aufnahmen schon gescheitert. Bevor ich mir das Album angehört habe, war ich ein wenig verunsichert, was mich akustisch erwartet, obwohl ich von Svenjas Qualität des Singens und der Musik überzeugt war.
The Bonny Men ~ The Bonny Men (2011)
Normalerweise pflege ich unser akustisches Gärtlein in Abgeschiedenheit und freue mich, wenn ab und zu die Prominenz vorbeischaut, um eine Zutat für ihr Erfolgsrezept zu pflücken. Aber jetzt habe ich dort eine so bunte, wunderbare, wohlschmeckende Mischung entdeckt, dass ich damit auf den Marktplatz laufe und rufe „Leute, das müsst ihr unbedingt probieren!“
Rura ~ Break it Up (2012)

Stilistisch überschreibt sich das aus Glasgow stammende Quintett mit „Wild Scottish Energy“, was sowohl auf die Herkunft als auch die Selbstwahrnehmung der „jungen wilden Kerle“ verweist. Intro eröffnet den Zehntitelsilberling und mit ihm der bandcharakterisierende Dudelsack. Hinzu gesellen sich eine permanent unisonierende Fiddle, eine Bodhràn, Flöten, Bass sowie Gitarren. Das aus vier Stückenden bestehende Medley weist rhythmische Borniertheit von sich und wechselt munter durch die Möglichkeiten, um sich in einem wilden Crescendo namenstechnisch selbst zu legitimieren.
Brett Hunt ~ Rachel (2012)
Im Genre der Singer/Songwriter sind Ein-Mann-Kapellen keine Seltenheit und fokussieren, der personellen Eingeschränktheit und dem eigenen Anliegen wegen, vornehmlich textliche und weniger musikalische Gehalte. Dass dabei, so der Gesang vornehmlich als Medium des Textlichen verstanden wird, schnell unterhaltungstechnische Engpässe entstehen können, bezeugte vor kurzem Mick Fitzgerald. Ein Gegenbeispiel par excellence bietet hingegen Brett Hunt.
The Real McKenzies ~ Westwinds (2012)
20 Jahre nach ihrer Bandgründung und vier Jahre nach dem letzten regulären Studioalbum („Off the Leash“), haben The Real McKenzies wieder die Segel gehisst, um in See zu stechen und die kanadischen Dudelsackpunker mit schottischen Wurzeln haben ihr Boot wieder voll auf Kurs gebracht. Sie segeln durch stürmische, als auch ruhige Gewässer und geben das Steuer nicht aus der Hand. The Real McKenzies sind wieder da und zwar so, wie alle sie mögen: folkig, punkig, rockig. Mit „Westwinds“ haben The Real McKenzies es geschafft, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Es wimmelt nur so von melodischen Riffs, eingängigen/ mehrstimmigen Vocals und feinen Dudelsack-Tunes.
The Flying Toads ~ in Stitches (2010)
The Flying Toads (die fliegenden Kröten) kommen aus Großbritannien und zu ihnen zählen Val Marciandi, Brian Hirst, Keith Whiddon und Erik Faithfull. Um die CD zu produzieren, hat man sich Gastmusiker geholt und das sind Michael Probert und Mal Simms. Alle in der Band spielen mehrere Instrumente. Sie spielen traditionelle Melodien, Lieder und Musik aus Irland. Das reicht von bekannten Liedern bis hin zu lyrischen Balladen. Dazu kommen Reels, Jigs und Polka-Tunes. Ich war sehr gespannt auf die CD und legte sie auch gleich ein.
The Bad Rats ~ Broke EP (2012)
Heute habe ich die 3 Song EP der Bad Rats hier. Zügiger Folkpunk im Stil den ich persönlich mit „The Go Set“,“ Smokey Bastard“ oder „Fiffin Market „vergleichen würde.
Mir gefällts auf jeden Fall, nur leider sind es zu wenig Songs. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wann ein komplettes Album der 7 köpfigen Band zu hören sein wird. Und ich hoffe dass ich das dann auch wieder zur Besprechung bekomme. Denn auch wenn diese EP viel zu kurz ist hats ausgereicht um mich neugierig und gespannt auf neues Liedgut zu machen.
Cúl na Mara ~ As we went out (2012)
Cúl na Mara, was für ein Name. Der zergeht einem auf der Zunge und kommt aus dem Gälischen und bedeutet übersetzt „Winkel im Meer“. Der Name widerspiegelt sich auch auf dem Cover: Eine alte Ruine am einsamen Strand. Um die Ruine sind sanfte grüne Hügel. Aus meiner Reise durch Irland habe ich noch ähnliche Bilder im Kopf.