Highlander – the Dark Island (2013)

Highlander haben wie alle starken Männer zwei Seiten: eine harte und eine zarte. Am besten sind die fünf Kiltträger, wenn sie richtig abrocken und etwa Dirty Old Town aus dem Schunkelrhythmus befreien. Instrumental sind sie neben solidem Bass und Drums mit einem flinkfingrigen Highland Piper, einem swingenden Violinisten und einem soundstarken E-Gitarristen gut aufgestellt. Dem tragen die drei Instrumentalstücke mit feinen schottischen Tunes Rechnung.
Kontrastiert werden diese mit der gesungenen Hymne von der Highland Cathedral ,( „Hail, Caledonia, to our ancient prayer..“), dem sanften Titelstück und einem blassen Will You Go Lassie Go.
Highlander wissen trotzdem genau, dass sie Landsleute von AC/DC sind und zeigen Humor bei deren It’s a long Way to the Top (if you wanna play Scottish Rock’n Roll). In dieser Richtung brauchen sie den Vergleich mit schottischen Pipes – Rockern nicht zu scheuen.
Vor Kurzem wurden sie in zwei Kategorien für Titel aus diesem Album mit den Australian Celtic Music Awards ausgezeichnet.

kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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1 Gedanke zu “Highlander – the Dark Island (2013)

  1. Stücke von bekannten Rockbands zu „verfolken“ hat ja mittlerweile Tradition in gewissen Kreisen der Folkszene, was nicht immer, aber immer mal wieder zu gelungenen Ergebnissen führt – so wie hier ;-)
    Puristen werden solche Kapellen wie diese hier eh‘ Sch*** finden, mit komplettem Rock-Lineup und ein paar Folkzutaten in Form schottischer „Kampftröten“, aber es gibt eben auch genügend andere Folk-(Rock-)fans, die sich genau wie ich darüber freuen können, dass es Bands gibt, die den Tellerrand musikalisch ignorieren…………

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