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Crawford & Palm – Two (2019)

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Nach In Balance bringen Sabrina Palm und Steve Crawford jetzt Two an den Start. Verglichen mit dem Erstling scheint die Musik des deutsch-schottischen Duos noch enger miteinander verwoben zu sein. Es gibt zwar nur neun Titel, aber die haben es in sich. Jeder Ton ist durchdacht. Eine Reihe der Tunes ist selbst geschrieben, die Arrangements modern und wirkungsvoll. Interessant ist, wie die beiden ihre vielfältigen technischen Möglichkeiten einsetzen. Sabrina Palm kennt als in Dublin geprüfte Fiddle-Lehrerin alle Tricks, um die Reels fetzig zu machen, lässt aber die schönen ruhigen Passagen bewusst sparsam gestaltet leuchten.

Steve Crawford, auch von Ballad of Crows bekannt, fügt als Gitarrist den Melodien mit einer kreativen Wahl von ausgefallenen Akkorden eine eigene Dimension hinzu. Er lässt es mal in doppeltem Tempo grooven oder untermalt nur sparsam. Als Sänger ist er deutlich von US-amerikanischen Stilen beeinflusst; Tim O’Briens More Love ist dem Pop sehr nahe. Robert Burns‘ bissiges Parcel of Rogues lässt sich als Kommentar zum Brexit lesen. Kris Drevers nachdenkliches Scapa Flow 1919 erzählt vom Versenken der deutschen Flotte nach dem 1. Weltkrieg und schlägt damit wieder den Boden zurück zu uns.

Das Album profitiert stark von den Gastmusikern Paul Bremen (Bratsche), Robbie Walsh (Bodhran) und Conor Mallon (Uilleann Pipes, Whistles), wobei letztere die Jigs und Reels rocken lassen.

Auch Two wird mit gutem Grund als CD angeboten, denn der Sound (Hansahaus Studios Bonn/ Artes Musikproduktion Esslingen) ist vom Allerfeinsten und würde per mp3 nicht adäquat wiedergegeben.

Das Album erscheint am 27.Juli und kann vorbestellt werden.

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kuec

Für celtic-rock.de schreibe ich seit 2008. Meine Instrumente sind Geige, Gitarre und Bass.

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