GOD ~ Triskel (2009)

Vor genau einem Monat wurden G.O.D. von unseren Usern auf Celtic-rock.de zur „Band des Jahres“ und zum „Besten Live Act“ gewählt. Neben ihrer unermüdlichen Tourpräsenz war es auch das aktuelle Album „Triskel“, das die Fans der hessischen Musiker überzeugt hat.Wie gewohnt geht die Band mit der Anzahl der Stücke sehr großzügig um, so dass man in den Genuss von insgesamt 18 Liedern kommt. Darunter auch das ein oder andere Cover. Neben einer neuen Version des Stückes „Pirates in the Church“, altbekanntes Kulturgut wie wie z.B. „Hush“ von Deep purple , „Hells Bells“ und „Back in Black“ von AC/DC oder „Ace of Spades“ von Motörhead. Diese „Exoten“ zeugen mal wieder davon, dass G.O.D. immer für Überraschungen gut sind und persönliche Musikgeschmäcker durchaus Einfluss auf das musikalische Schaffen haben.

Doch auch im kreiren von eigenen Ohrwürmern zeigt Sänger und Songwriter Michael Jung mal wieder sein Können. Vor allem temporeiche Songs wie „Loose faith“ oder „I won’t be wrong“ entpuppen sich als hartnäckige „Stimmungsaufheller“. Der typische Sound wird vor allem durch E-Gitarre und Geige geschaffen, während eingängige Refrains die „Mitsinggarantie“ liefern. Vor allem live kann man auch getrost seine (falls vorhanden) Mähne kreisen lassen und die Nackenmuskeln trainieren. Auf der Seite der ruhigen Songs möchte ich definitiv „I was shot“ hervorheben, weil es durch die sanften Gitarrenriffs musikalisch Bilder von Sommer und Hängematte malt.

Nicht minder entspannt geht es beim lässigen „Whiskey and wine“ zu. Hier wird mit einer Prise Country an die guten alten Werte wie Einsiedlertum und Genuss erinnert. Eine Art Hymne an den letzten Stadtcowboy . Sollte selbiger dann mal in „Trouble“ kommen, könnte er sich dazu gleichnamigen Song anhören. Mit einem nonchalanten Augenzwinkern werden hier sämtliche große und kleinere Probleme mit Sprechgesang und heulender Gitarre weggegroovt.

Wer schon einmal „Super Mario“ gespielt hat, bei dem werden sich bei den ersten Tönen von „Captain Dan“ sofortige nicht lokalisierbare Glücksgefühle einstellen. In meinen Ohren erinnern die quietschigen Fanfaren eindeutig an das Hissen der Flagge beim beenden eines Level. Auch der retsliche Song sprüht nur so vor Tempo und Unternehmenslust und motiviert durchaus zum Tanzen.

In meinem persönlichen Eindruck wird das Album im letzten Viertel zunehmend ruhiger durch eher getragene Songs wie „It’s my fault“ und „Wire to hell“ oder „Calling Elvis“. Doch mit „Right here, right now“ gibt es auch gegen Ende nochmal ordentlich was auf die Ohren. Ein Turbo-Banjo reisst uns hier mit und schlägt gekonnt die Brücke zum letzten Stück und Cover „Back in Black“.

Ich finde dass die Mischung aus Musikstilen bei G.O.D. auch auf diesem Album wieder gelungen ist. Eine CD, die den Namen eines keltischen Symbols trägt und gespickt ist mit AC/DC, Motörhead, balladesken Countrysongs und rockigen Reggeas- so etwas sucht man auf dem Markt wohl länger ein zweites Mal.

Wer sich nicht nur auf CD von den Qualitäten unserer Band des Jahres überzeugen will, dem möchte ich wärmstens einen Live-Auftritt ans Herz legen, immer ein Genuss und Gelegenheiten dazu gibt es genug!


Trackliste

  1. Cario
  2. I won’t be wrong
  3. Loose faith
  4. Pirates in the church
  5. Hush
  6. I was shot
  7. Bloody war
  8. Hells bells
  9. Whiskey and wine
  10. Trouble
  11. Captain dan
  12. Ace of spades
  13. Blame on you
  14. Wire to hell
  15. The dark in us
  16. Calling elvis
  17. Right here, right now
  18. Back in black


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jessy

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