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Julien Jaffres ~ Rock ’n Celtic Guitar (2012)

 

Eine E-Gitarre ist eine E-Gitarre. Was kann man an Leo Fenders folgenreicher Erfindung keltisieren? Es ist denn auch weniger die Spieltechnik, die das Album des jungen Bretonen von denen anderer Gitarreros unterscheidet. Julien Jaffrès schafft durch traditionelle Melodik und poppige Arrangements einen Sound, in dem sich Keltophile gleich zu Hause fühlen können.

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The O`Reillys and the Paddyhats – The Sound of Narrow Streets (2012)

paddyhatsÜber The O`Reillys and the Paddyhats ist im Internet noch nicht sehr viel zu finden. Kunststück, schließlich spielen sie auch erst seit April 2011 in der jetzigen Besetzung zusammen und haben doch in dieser kurzen Zeit Wunderbares geschafft. Denn findet man Beiträge über die Paddyhats, dann fallen Worte wie „überraschend“ oder „beeindruckend“ und offensichtlich ist die Liveperformance auch nicht von schlechten Eltern. Einen Eindruck davon bekommt man auch durch die Platte, wurde sie zwar im Studio aber „live“ eingespielt. Dieses plötzliche Erscheinen aus dem Nichts wird dann noch durch „ Sound of Narrow Streets“, ihr nagelneuer Longplayer, gekrönt. Zehn Eigenkompositionen nach bester Rapmanier durch ein Intro mit Zitaten aus dem Film Michael Collins eingeleitet, befinden sich auf der Platte.

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Damian Clarke ~ Paths of Desire 2012

Paths of Desire ist das neuste Werk von Damian Clarke. Der Musiker veröffentlichte schon unzählige CDs, als Solokünstler und mit der Band Pressgang, mit der er seit 1986 in vielen Ländern unterwegs war. Auf dem Silberling ist traditionelle Folkmusik zu hören, die vornehmlich auf alten Instrumenten gespielt wird. Dazu gehören Instrumente wie Hackbrett, Drehleier, Celtic-Harp, Gitarre, Trommel und andere.   

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The Men They Couldn’t Hang ~ Devil on the Wind (2009)

Devil on the Wind
Devil on the Wind

Mit dem namengebenden Titel wird das elftitelige Album, Devil on the Wind, der Unhängbaren eröffnet und wird allen Assoziationen des Namens und der Bebilderung gerecht. Indes sich die Doppelsaiten der Fiddle einer repetierenden Rhythmisierung hergeben, die Wüste in all ihrer Monotonie ein musisches Bild von sich entwirft, jagt das Picking des Banjos, getragen vom Schlagzeug teufelsgleich durch die entworfene Ödnis. Sphärisch erklingen orientalisch anmutende Melodiezwischenteile, die das Gefühl der Befremdung verstärken. Soundtechnisch bewegen sich die kuhknabenhaften Männer nah an Sixteen Horsepower und Wovenhand.

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The Beermats ~ Dublin in my Tears (2011)

The Beermats - Dublin In My TearsVielen von Euch dürften The Beermats vom letztjährigen Festival in Poyenberg bekannt sein. Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf die Iren in Schleswig-Holstein, ich habe sie leider nicht live gesehen.

Mit Ihrem letzten Silberling „Dublin in my Tears“ zeigen sie sich von Ihrer leisen und gefühlvollen Seite und spielen Songs, die Ihre Beziehung zu Dublin beschreibt. Eine wunderbare Scheibe für einen ruhigen Kaminabend mit einem guten Glas Whisky in der Hand und einer Perle im Arm.  Wahrscheinlich kommen die annähernd zwanzig Jahre Musikgeschichte live ganz anders rüber. Das sieht man an den zahlreichen auf Youtube erhältlichen Videos.

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The Roving Crows ~ Bacchanalia (2012)

Bacchanalia
Bacchanalia

Dass das neuste Album der Roving Crows, Bacchanalia, ein Banner ziert, dass die vierköpfige Formation als Gewinner des „Irish Music Association Award“ ausweist, sieht nicht nur vortrefflich aus, sondern spricht qualitative Bände. Und dies in doppelter Hinsicht: Einerseits rekurriert ein solcher Preis im besten Fall auf gewisse kreative, instrumentelle und vokale Prädikate, andererseits – und dies ist hoffentlich richtungweisend für die nicht selten antiquierte und etwas angestaubte Irish-Folk-Puristen-Gemeinde – aber auch auf eine stilistische Aufweichung des Irish-Folk-Genres.

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The Scally Cap Brats ~ Let Us Drink, For We must Die (2012)

Kanadischer Folk Punk von den Scally Cap Brats. Ich durfte schon im letzten Jahr einen Tonträger dieser Band besprechen. Und muss heute sagen: Man ist sich seinem Stil treu geblieben. Folk Punk ala Flogging Molly oder Dropkick Murphys fällt mir sofort ein. Rotziger Punkrock mit den so geliebten Klängen des Folk. So hört man Gitarre, […]

Rhythmnreel ~ Twenty (2012)

blankWie? Schon vorbei? Müssen die ausgerechnet mit meinem Lieblings-Reel aufhören, wo auch noch das wunderbare Riff von The Who drinsteckt? Nochmaaal…. 44 Minuten sind für solche Gute-Laune-Musik einfach zu kurz. In diesen 11 Titeln stecken allerdings mehr Schwung und Ideen als bei manchen anderen Bands in der doppelten Zeit. Die CD befindet sich bei mir seit Wochen im Dauer-Einsatz, und ich versuche gern zu erklären weshalb.

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Mick Fitzgerald and The Bacha Trio ~ Streetwise (2011)

mick fitzgerald - streetwiseStreetwise ist mittlerweile die dritte Produktion des irischen Sängers, Songwriters, Schauspielers und Autoren mit dem Bacha Trio.

Die Stimme von Mick Fitzgerald trägt die ganze CD, eine Stimme, die bei den meisten Lieder eher zu einem Jugendlichen gehört als zu einem älteren Herren, der alle Höhen und Tiefen des Lebens erlebt hat. Doch plötzlich wird die Stimme auch mal zerbrechlich oder aggressiv, je nachdem, wie es der Text verlangt. Man muss bei den Texten zuhören und daher ist es sehr gut, dass diese ausführlich im Booklet abgedruckt ist. Kurze einleitende Worte erklären zudem, warum Mick gerade dieses Lied geschrieben hat, denn alle Texte sind von ihm.

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Grace Griffith ~ Sailing (2012)

grace griffith sailingDie CD „Sailing“ ist eine Art „Best of“ der amerikanischen Folksängerin Grace Griffith, die als eine von zehn Kindern auf einer Farm in Southern Maryland aufwuchs und durch ihre Eltern inspiriert schon früh sang und sich mit der Gitarre begleitete.

Bevor ich auf die CD komme, lohnt sich ein Blick auf die starke Persönlichkeit Grace Griffith. Denn sie ist lediglich eine „Feierabendsängerin“, ihr ursprünglicher Beruf ist der einer Physiotherapeutin. Aber diese heilenden Hände benötigen jetzt auch Hilfe, denn sie ist seit 1998 an der Parkinson-Krankheit erkrankt. Dennoch veröffentlichte sie weiterhin Platten und „Minstrel Song“ fand 2000 in Großbritannien sogar den Weg in die Charts und zu weltweiter Aufmerksamkeit. Und bei ihren früheren Auftritten war ein junges Mädchen fast immer als Zuhörerin dabei, die leider zu früh verstorbene Eva Cassidy. Das Booklet der CD erinnert an die Freundschaft dieser beiden Frauen. Es ist kein Wunder, dass man bei der Platte an Eva Cassidy erinnert wird – obwohl für Eva Cassidy Grace Griffith das Idol war.

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