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Dom Duff ~ Roc’h (2011)

Albumcover Roc'hRoc’h heißt Dom Duffs neues Werk. Sieht auf dem CD-Cover ein wenig nach Rock aus. Heißt auch soviel wie Fels oder Berg. Und tatsächlich ist der verspielte, bretonische Songwriter-Folk etwas rockiger als auf den Vorgänger-Platten. Auch etwas eingängiger und zugänglich sowieso. Für mich die beste Dom Duff Platte bisher.

Dom Duff experimentiert wieder mit Stimme und Worten, mit Percussion und Rhythmus, dazu gibt’s eine typisch keltische Fiddle und eine meist zweckmäßige Gitarre. Der Anspruch ist künstlerisch und unabhängig, mit bretonischen Texten dürfte man nach wie vor nicht all zu viele Hörer erreichen können. Das ist kein Soundtrack für den Irland-Urlaub, das ist kein Kopf-Kino von Schlachten, nebligen Tälern oder mystischen Geschichten aus der Vergangenheit. Dom Duff schafft in klassischer Songwriter Manier eine eigene Ausdrucksweise.

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Beltaine (PL) ~ Live (2011)

 Eine Band mit herausragenden musikalischen Fähigkeiten, die ein bemerkenswertes Instrumentarium und Grooves aus verschiedenen Kontinenten verbindet – trotzdem hat kaum jemand bei uns schon von Beltaine aus Polen gehört. Dass sich dies unbedingt ändern sollte, beweist ihr aktuelles Live – Album von einer Tour im März. Der rote Faden ist unzweifelhaft Keltisches, was sich nicht nur auf Irland beschränkt, sondern auch die Bretagne oder Nordspanien meint. Damit kombinieren Beltaine Indisches, Südamerikanisches, Afrikanisches, mixen dazu Rock, Funk oder Soul, was eine ungemein vielschichtige Mischung ergibt. Der  Kölner Harfenist Jochen Vogel passt da prima hinein, da er bestrebt ist, sein Clairseach genanntes Instrument in moderne Zusammenhänge zu setzen.

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The Galway Hooker Band ~ Hookers Hooch & Haberdash (2011)

The Galway Hooker Band ist eine Gruppe aus dem sonnigen Orange County und sie liefert den besten Beweis dafür, dass es dort nicht nur luxusverwöhnte Reiche, sondern auch eine ansehnliche Musikszene gibt. Gegründet hat sich die sechsköpfige Kombo bereits 2008 und seitdem schmettert sie in ihrer Heimat und Umgebung voller Inbrunst ihre Version des Irish […]

Piggery Spur ~ Welcome To Piggery Spur (2011)

 Akustische Musik, die zum Träumen und Nachdenken verleitet. Diese Musiker/innen haben Ruhe,  Rhythmus und Gefühl im Blut. 

Ich rede über das aus Schottland/Kanada stammende Duo Piggery Spur:

  • Greg Fullerton, guitar, lead vocalist
  • Mike Schroeder, mandolin, fiddle, guitar,vocals

Häufig bekomme ich zu akustischen Klängen keinen Draht. Hier hat es ein bisschen gedauert, dann in der richtigen Stimmung aber gefunkt. Mit relaxten Klängen schaffen sie es, Themen aus dem modernen Schottland wie Alkoholismus, Drogenmißbrauch und den Zerfall ländlicher Strukturen zu thematisieren.

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Jordan Reyne ~ Children Of A Factory Nation (2011)

blankWhiskeygeschwängerte Atmosphäre, dumpfe und tiefe Klänge, keltisch inspirierte Songwriter-Perlen gesungen von der Neuseeländerin Jordan Reyne. Musik zwischen Industrial und Folk, Steampunk und den Grimm’schen Märchen. Die weibliche Stimme tut den Songs gut. Jordan Reye singt sehr tief, hat aber ein vielseitiges Organ und weiß dieses einzusetzen.

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Sean Wheeler Zander Schloss / Pascal Briggs & The Stokers ~ Split Record (2011)

blankDas Punk Rock Veteranen sich zum Folk bekennen ist schon lange nichts Neues mehr. Da bei diesen Ausflügen meist wunderbare Musik heraus kommt, war ich sehr gespannt auf das Split Alum von Sean Wheeler & Zander Schloss und Pascal Briggs & The Stokers. Die ersten 6 Tracks sind von Sean Wheeler, der mir unter anderem von Throw Rag noch in bester Erinnerung ist und Zander Schloss, der mit den Die Hunns und Circle Jerks zu überzeugen weiß. Es geht los mit „Coming as I’m going“ einem romantischen Blue-grass Stück,  gefolgt von „Phantom Switchman“ und „Walk thee invisible“. Hier kann man, trotz Country Klängen, deutlich hören, dass Sean eine Vergangenheit bei Throw Rag hat. Geprägt werden die Titel des Duos vom leidenschaftlichen Gitarrenspiel Zander Schloss‘ und der markanten Stimme von Sean Wheeler.

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Brett Hunt – Corrugated Road

blankMit Spannung habe ich die CD „Corrugated Road“ vom Australier Brett Hunt, die letzte Woche in meinem Briefkasten lag ausgepackt. Gespannt war ich zum einen weil ich die australische Musik Szene gut genug kenne um zu wissen, dass es dort sehr viele unwahrscheinliche gute Musiker gibt, die ihre Instrumente hervorragend beherrschen, zum anderen weil die in Australien bereits 2006 erschienen Scheibe bei uns eine Heimat beim kleinen aber feinen Label Tonetoaster gefunden hat, das bei seiner Künstlerauswahl immer wieder einen phantastischen Geschmack beweist.

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Kevin Flynn & the Avondale Ramblers ~ Double Door 9-15-09 (2009)

Kevin Flynn and the Avondale Ramblers waren so großzügig, uns gleich mit drei CD’s zu bemustern. Neben dem Albumblank „Double Door 9-15-09“ aus dem Jahre 2010, das hier hauptsächlich besprochen werden soll, gab es noch „The murderer, the ministrels & the rest“ (2009) und „Don’t count me out“ (2008). Um den Rahmen nicht zu sprengen, liegt der Fokus wie gesagt auf der neusten Scheibe mit dem etwas kryptisch anmutenden Titel.

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Irish Coffee ~ Malinbeg (2011)

Malinbeg
Malinbeg

Beinahe beängstigend klingt der namensgebende Opener der CD „Malinbeg (Silver Strand)“ nach dem Corrs-Original. Und das im gänzlich positiven Sinne – denn selbst die Geigenintonation erinnert an die Urheber. Erstaunlich insbesondere hinsichtlich der kurzen Studio-Verweildauer. „You Jacobites by Name“ entführt dann in die Gefilde der eigenen Interpretationen. Der in hiesigen Folkkreisen zumeist als bedrohliche Ballade vorgetragene Titel wird angenehm tangoesk interpretiert und erfährt damit einen inhaltlichen Neuanstrich par excellence. Mit Flöten, Gitarre, Violine, Akkordeon, Bass, Schlagzeug und Percussion sind die (bisweilen) siebenköpfigen Kaffeetrinker angenehm unverzerrt instrumentiert.

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Beoga ~ How to Tune a Fish (2011)

blankEine neue Beoga-CD ist eine besondere Art von Wundertüte: man kann erstklassige Qualität erwarten, wird aber überrascht, was den Inhalt im einzelnen angeht. Klar ist vorher nur, dass man keinen der enthaltenen Titel schon in irgendeiner Form gehört hat, denn Beoga schreiben die meisten Tunes selbst und suchen für die Songs gern ungehobene Schätze. Wenigen anderen Gruppen ist es gelungen, einen unverkennbaren Sound zu schaffen, der Keltisches mit vielfältigen anderen Spielweisen verbindet.

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