Einer der vielversprechendsten neuen schottischen Folk-Formationen – so schwärmt das Stonehaven Folk Festival. Gibt es einen besseren Start für eine Newcomer-Gruppe? Obwohl erst in 2015 gegründet, wurden sie schon für verschiedene wichtige Preise nominiert, u. a. mit ihrem Debütalbum „Trig“ für das Album des Jahres und Geiger Robbie Greig gewann den Niel Gow Scottish Fiddle Award.
What’s New (in our radio)
Aktuelle Alben, erst im Magazin und anschließend in unserer Radiostation. Künstler, Bands und Promoter nehmen bitte mit uns Kontakt auf.
Black Anemone – In it for Life (2017)
Manchmal lehnt man sich weit aus dem Fenster, um später eines Besseren belehrt zu werden. So ging es mir, als ich mich 2013 nach dem zweiten Album von Sir Reg in der Aussage verstieg, das Skandinavien im Celticbereich jetzt durchstartet. Natürlich bleibt Sir Reg stark, aber andere vielversprechende Bands sind wieder verschwunden oder haben sich als Flogging Molly Coverband einen Namen gemacht. Doch das Licht der Hoffnung ist noch nicht erloschen. Während sich der allgemeine Focus also eher wieder Richtung Süden oder über den großen Teich verschoben hat, erreichte uns ein Umschlag aus Schweden. Darin ein Produkt, das durch und durch DIY atmet: Black Anemones „In It For Life“.
Fara – Cross the Line (2017)
Bei Fara ist einiges anders. Vorweg schon die rein weibliche Besetzung. Die vier jungen Frauen von den Orkney-Inseln ignorieren das übliche Band-Schema und treten ausschließlich mit Geigen, Piano und Gesang an.
Harmony Glen – Start Living Today (2017)
Als mich Sjoerd von „Harmony Glen“ fragte, ob wir ihr neues Album hier bei celtic-rock vorstellen wollen, war meine Freude natürlich groß, da ich die Band durch mehrere mitreißende Auftritte und ihre beiden letzten Alben sehr zu schätzen gelernt habe.
Tide Lines – Dreams We Never Lost (2017)
Wer Runrig liebt, wird auch Tide Lines mögen. Das Quartett aus dem schottischen Nordwesten setzt auf vertraute Klänge und eine großen Portion Gefühl.
Sampler – Folk and great Tunes from Scotland (2017)
Loch Lomond würde man hier zum Glück vergeblich suchen. Dieser Schottland-Sampler meidet alle karierten Klischees und konzentriert sich auf junge Bands, die eigene Wege gehen und auf verschiedene Weise Tradition und Moderne verbinden.
Scoops – Beautiful World (2017) EP
Mit den Scoops kommen drei flotte Jungs aus Irland, die man im Auge behalten muss. Mit “ Beautiful World“ haben sie ihre zweite EP veröffentlicht. Der Sänger Stephen Cooper, in der Jugend sehr erfolgreicher Basketballer, hat das schnelle Trippeln auf die Gitarre mitgenommen und zieht damit seit 2014 seinen Mitstreiter Stephen O`Rourke und ab 2016 auch noch Kevin Murphy mit.
Restless Feet – Homeward Bound (2017)
Jetzt bewege ich mich schon so lange im deutschen Folk/Punk/Celtic/Irgendwas Raum und werde dennoch immer wieder überrascht. Klar, es gibt natürlich Neugründungen, aber davon kann man bei Restless Feet aus Freiburg nicht sprechen. Schließlich haben sie mit „Almost Irish“ 2013 ihr Debüt veröffentlicht. Zu meiner Verteidigung muss man aber auch sagen, dass es gute vier Jahre bis zu ihrem zweiten Werk „Homeward Bound“ gebraucht hat. Die Zeit hat sich aber gelohnt und Restless Feet haben eine interessante Entwicklung durchgemacht.
Uncle Bard & the Dirty Bastards – Handmade! (2017)
„Handgemacht“ ist ein Wort das Zeitgeist atmet und handgemacht ist auch das neue Album von Uncle Bard & the Dirty Bastards. Sie musizieren und produzieren selber. Sie schreiben eigene Songs. Sie sorgen aber auch für ein eigenes corporate identity. Keine Plattenfirma, kein A&R und auch kein Manager. Alles selbstgemacht, handcrafted eben. Man könnte in Anlehnung an die Strömung aus der Brauereiszene von Celtic-Craft sprechen, denn die Liebe und Unabhängigkeit, die in den Songs stecken, hört man auch.
MacManus – In Manusland (2016)
Das seit 2003 bestehende Quintett aus Buenos Aires legte im vergangenen Jahr sein zweites Album vor. Die Band hat mit „Manusland“ jetzt seine eigene Insel, die vermutlich irgendwo vor der Küste von Argentinien liegt.