Oi Polloi ist Punk und hat den DIY Gedanken verinnerlicht. Das ist eine Info, die auch gut in die Neon-Sammlung für unnötiges Wissen passt. Warum also wird die Platte hier besprochen? Was hat sie mit der Idee von Celtic-Rock zu tun – mal abgesehen vom Punk? Vielleicht kommen hier ein paar Daten zur Band gerade recht.
X-Archiv bis 2013
Black Tartan Clan – Standing strong (2012)
Nach ihrem Doppelalbum „The Loyal Men“ wurde es ein wenig ruhiger um den Clan. Es gab einige Wechsel im Line-Up und so brauchten die Jungs wohl ihre Zeit, um sich mit „Standing strong“ 2012 wieder zurück zu melden. Und der Titel der Platte beschreibt nicht nur die Musik, sondern kann wohl auch als Ansage verstanden werden, was für ein Selbstverständnis die Clansmen von sich und ihrem Sound haben – egal was kommen mag.
Carlos Núñez ~ Discover (2012)

Bei einem Doppelalbum, das es mit 39 Titeln auf eine Länge von 144 Minuten bringt, gilt es exorbitante Erwartungen zu erfüllen, um nicht zu langweilen, will man als Urheber mehr als einen Soundtrack zur heimischen Ordnungsbewältigung schreiben – und dies sei dem medial als „new king of the Celts“ inszenierten Vielinstrumentalisten unterstellt. Dass sich Carlos Núñez nicht selbst die Prädikate zuweist, sondern diese Zuweisung durch eine außenstehende Instanz erfolgt, kleidet den „Jimmy Hendrix of the bagpipes“ in wohlfeile Bescheidenheit. Dass dies in Zeiten selbstüberschätzender Superlative nicht immer so ist, bewies vor kurzem GOD.
Seamus Stout ~ Raise A Pint (2011)
Seamus Stout besteht seit 1999 und kommen aus Dallas/Fort Worth (Texas). Sie spielen irische/schottische Celtic-Folk-Musik, sind bekannt in der Gegend von Dallas und sind schon auf vielen unterschiedlichen Veranstaltungen aufgetreten. Neben den Instrumenten Gitarre, Banjo, Geige, Bodhrán kommen auch Tin Whistle, Irish Flute, Small Pipes, Highland Pipes und Irish Bouzouki zum Einsatz.
Bastards on Parade – Shallow Waters EP (2012
Bastards on Parade schicken mit Shallow Waters einen Teaser, um die Spannung auf ihr zweites Studioalbum zu steigern. Und genau das gelingt ihnen mit dieser 4-Track-EP. Bastards on Parade sind eine sehr umtriebige Band, was vier EPs und eine LP unterstreichen. Die Musik, die sie spielen, ist schnell und hart. Der Dudelsack steht im Vordergrund und das ganze ist eine gute Mischung aus Dropkick Murphys und der spanischen Celtic Punk/Hardcore Szene.
Riveira ~ Una Mágica Frontera (2010)
Mehr als 13.000 km Luftlinie sind es von meinem Wohnort bis nach Villa Alemana (Chile) und die ca. 100.000 Einwohner große Stadt liegt nordwestlich von Santiago de Chile. Ende 2005 gründete sich die Band Riveira und war die erste Gruppe in Chile, die keltische Musik spielte. Viele Auszeichnungen und Erfolge hat die Band seitdem errungen und bei ihren Konzerten werden sie gefeiert. Sie spielen traditionelle und eigene Celtic-Folk-Rock-Lieder.
Living Lâche ~ the two days of the reincarnation of saint mánké (2012)
Musikpiraten, Agent Dürer, Sissi, Mozart, Freud und ein heiliger Affe: Nein dieses Album haben wir nicht als Aprilscherz nominiert, sondern wegen Andersartigkeit, Vielseitigkeit und einer wunderbaren Portion Ironie und Spott. Weitere Hintergründe erfahrt ihr morgen im Interview mit Toni, seines Zeichens gute Seele der Band.
Seit über zehn Jahren treiben Living Lâche ihr Unwesen im musikalischen Untergrund der Republik Österreich. Denn dort, fernab von Majorlabels und Chartplatzierungen, ist die künstlerische Freiheit für sie immer noch am größten – und die ist den Folkanarchisten heilig!
The Bastard Bearded Irishmen ~ The Bastard Bearded Irishmen (2011)

Der Bandname allein verrät schon viel über die Musik, die das Sextett macht: Gitarrenlastige Songs mit traditionell irisch-keltischem Einschlag, ein bisschen akustisch aber trotzdem punkig genug, um seinen Namen zu stehen.